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	<title>innere Sicherheit Archive - Wunderland Coaching</title>
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	<description>Coaching für Selbstwert und SelbstBewusstsein</description>
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		<title>Achterbahn fürs Nervensystem: 2 Jahre Selbstständigkeit</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Marie-Elisabeth Hirsch]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 24 Feb 2023 20:29:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[innere Sicherheit]]></category>
		<category><![CDATA[Wunderland Coaching]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Heute, am 24. Februar 2023, feiere ich zwei Jahre Wunderland Coaching!Auf meine ersten zwei Jahre der Vollzeit-Selbstständigkeit blicke ich in diesem Artikel zurück &#8211; mit besonderem Augenmerk auf das Nervensystem. Denn für mein Nervensystem war vor allem das erste Jahr die reinste Achterbahnfahrt. Dieser Rückblick ist recht lang und intensiv. Wenn dir gerade die Zeit&#8230;&#160;<a href="https://wunderland-coaching.de/nervensystem-selbststaendigkeit/" rel="bookmark">Weiterlesen &#187;<span class="screen-reader-text">Achterbahn fürs Nervensystem: 2 Jahre Selbstständigkeit</span></a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://wunderland-coaching.de/nervensystem-selbststaendigkeit/">Achterbahn fürs Nervensystem: 2 Jahre Selbstständigkeit</a> erschien zuerst auf <a href="https://wunderland-coaching.de">Wunderland Coaching</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Heute, am 24. Februar 2023, feiere ich zwei Jahre Wunderland Coaching!<br>Auf meine ersten zwei Jahre der Vollzeit-Selbstständigkeit blicke ich in diesem Artikel zurück &#8211; mit besonderem Augenmerk auf das Nervensystem. <strong>Denn für mein Nervensystem war vor allem das erste Jahr die reinste Achterbahnfahrt.</strong></p>



<p>Dieser Rückblick ist recht lang und intensiv. Wenn dir gerade die Zeit und/oder der Nerv fehlt, so tief einzutauchen, empfehle ich dir, zu Abschnitt 9 (&#8222;&#8230;und was mir geholfen hat&#8220;) zu springen. Dort findest du <strong>ganz konkrete Schritte, um mit dem Nervensystem zu arbeiten</strong> &#8211; und dafür musst du noch nicht mal selbstständig sein, das <strong>lässt sich auf alle Lebensbereiche übertragen!</strong></p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignright size-full is-resized"><img data-recalc-dims="1" decoding="async" src="https://i0.wp.com/wunderland-coaching.de/wp-content/uploads/2023/02/image.webp?resize=150%2C243&#038;ssl=1" alt="Buchempfehlung für die Arbeit mit dem Nervensystem: &quot;Der Vagus-Nerv als innerer Anker&quot; von Deb Dana" class="wp-image-2521" style="width:150px;height:243px" width="150" height="243" srcset="https://i0.wp.com/wunderland-coaching.de/wp-content/uploads/2023/02/image.webp?w=399&amp;ssl=1 399w, https://i0.wp.com/wunderland-coaching.de/wp-content/uploads/2023/02/image.webp?resize=185%2C300&amp;ssl=1 185w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></figure></div>


<p>Für den Blick auf das Nervensystem stütze ich mich vorrangig auf zwei Ressourcen. Beide kann ich absolut empfehlen, um sich selbst besser verstehen zu lernen:</p>



<ol class="wp-block-list">
<li>Das Buch “Der Vagus-Nerv als innerer Anker &#8211; Angst und Panik überwinden, Ruhe und Stärke finden” von Deb Dana (z. B. <a href="https://www.genialokal.de/Produkt/Deb-Dana/Der-Vagus-Nerv-als-innerer-Anker_lid_46015761.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener">hier über genialokal</a> erhältlich)</li>



<li>Das kostenfreie Training <a href="https://www.nesc-coaching.com/video-training/anschauen/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">“Die Neurobiologie echter Transformation”</a> von Britta Kimpel, der Gründerin der NESC-Coaching-Methode</li>
</ol>



<h2 class="wp-block-heading">Warum der Blick auf das Nervensystem?</h2>



<p>Seit etwas über einem Jahr lerne ich immer mehr über und beschäftige mich mit dem autonomen Nervensystem &#8211; wie es völlig ohne unser Zutun funktioniert und wie wir mit diesem Wissen dennoch <strong>bewusst </strong><strong><em>mit</em></strong><strong> ihm arbeiten können (statt seinen automatischen Reaktionen hilflos ausgeliefert zu sein)</strong>.</p>



<p>Das hat mir die Augen geöffnet und sehr geholfen, mich noch besser zu verstehen &#8211; und noch besser für mich zu sorgen. Denn mit ein paar grundlegenden “Kniffen” ist schon viel getan.</p>



<p>Als ich mehr über das Nervensystem lernte, bemerkte ich allerdings auch, wie ich meines mit meinem Sprung in die Selbstständigkeit (über)strapaziert hatte. Deshalb war ich zunächst geneigt zu sagen, ich sei zu früh in die Selbstständigkeit gestartet &#8211; und doch war alles genau richtig so, wie es war.</p>



<p>Wie ich darauf komme, erzähle ich dir jetzt. Lass’ uns dafür zuerst mal einen Blick zurück vor die Zeit meiner Selbstständigkeit werfen. Denn <strong>viele der Herausforderungen, die mir in meiner Selbstständigkeit begegnen, begleiten mich schon weit länger</strong> als zwei Jahre.</p>



<h2 class="wp-block-heading">2020: Einmal alles auf Null</h2>



<p>Das Jahr 2020 stand für mich unter dem Zeichen des Neuanfangs. Ich hatte meinen Job gekündigt und trat zum 1. Februar aus.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignleft size-large is-resized"><img data-recalc-dims="1" fetchpriority="high" decoding="async" src="https://i0.wp.com/wunderland-coaching.de/wp-content/uploads/2023/02/IMG_20200324_170550_8.jpeg?resize=288%2C512&#038;ssl=1" alt="" class="wp-image-2524" style="width:288px;height:512px" width="288" height="512" srcset="https://i0.wp.com/wunderland-coaching.de/wp-content/uploads/2023/02/IMG_20200324_170550_8.jpeg?resize=576%2C1024&amp;ssl=1 576w, https://i0.wp.com/wunderland-coaching.de/wp-content/uploads/2023/02/IMG_20200324_170550_8.jpeg?resize=169%2C300&amp;ssl=1 169w, https://i0.wp.com/wunderland-coaching.de/wp-content/uploads/2023/02/IMG_20200324_170550_8.jpeg?w=600&amp;ssl=1 600w" sizes="(max-width: 288px) 100vw, 288px" /><figcaption class="wp-element-caption">Meine Hauptbeschäftigung im ersten Halbjahr 2020!</figcaption></figure></div>


<p>Und zwar in eine komplette Auszeit: Ich war ziemlich ausgebrannt und widmete mich erstmal meiner Psychotherapie, die ich mit letzter Kraft angeleiert hatte. Glücklicherweise begann diese just in der letzten Woche meines Angestelltendaseins, sodass ich direkt mit Unterstützung in meine Auszeit startete und nicht einfach in ein Loch fiel.</p>



<p><strong>Zu Beginn meiner Auszeit wusste ich nämlich absolut nicht, wo mir der Kopf stand. Ich war einfach nur erschöpft und musste mich </strong>&#8211; wie es meine ehemalige Kollegin so treffend sagte &#8211; <strong>erstmal von der Zeit in dem Job erholen.</strong></p>



<p>Heute, mit etwas Abstand, weiß ich: Es war nicht nur dieser Job, von dem ich mich erholen musste. Der war nur die Spitze des Eisbergs. Er war ja auch eigentlich völlig okay, nur hatte ich eben <strong>schon davor jahrelang gegen meine eigene Wahrheit gelebt</strong> und damit mein Nervensystem und meine Seele über alle Maßen strapaziert!<br>Dieser Entwicklung setzte der Job, den ich hatte, einfach nur noch die Krone auf. Er war sozusagen der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen brachte.<br>Nicht, weil es ein miserabler Job war, sondern weil er absolut nicht <em>mir</em> entsprach.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Bis 2020: Nervensystem im Ausnahmezustand</h2>



<p>Vor meiner Auszeit war mein Nervensystem also jahre-, eigentlich sogar jahrzehntelang in einem absolut ungesunden Dauerstress-Zustand. In völliger Übererregung, die daher rührte, dass ich schon früh das Gefühl hatte, nicht dazuzugehören. Ich war “zu leise”, “zu genau”, “zu empfindlich”, in vielerlei Hinsicht nicht wie “die anderen” und “zu” irgendwas.</p>



<p>Ich hatte immer das Gefühl, mich beweisen und vor allem: mich anpassen zu müssen.<br>Anders gesagt: <strong>Ich hatte das Gefühl, es sei nicht sicher, wirklich <em>ich</em> zu sein. </strong>Und mein Nervensystem, dessen oberste Aufgabe meine Sicherheit ist, war ständig auf der Suche nach Gefahren und witterte sie an jeder Ecke.</p>



<p>Mein “Normalzustand” lag <strong>irgendwo zwischen Überaktivierung und Überforderung</strong>.</p>



<p>Ein Ausdruck der Überaktivierung war z. B. mein Drang, mich ständig beweisen zu müssen: <strong>Nicht einfach mein individuell Bestes zu geben und damit gut genug zu sein, sondern immer noch ein, zwei Schippen drauflegen zu müssen</strong>, ist die reinste Kampfreaktion. Und dann die ständige Angst, jemandem könnte auffallen, dass ich ja eigentlich gar nicht so toll in meinem Job war (auch bekannt als Impostor-Syndrom)!</p>



<p>Die große <strong>Diskrepanz zwischen Außen und Innen</strong> (denn ich bekam durchaus Lob für meine Arbeit!) führte immer öfter zu maßloser Überforderung und mündete schließlich im Shutdown, auch bekannt als Burnout.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignright size-full is-resized"><img data-recalc-dims="1" decoding="async" src="https://i0.wp.com/wunderland-coaching.de/wp-content/uploads/2023/02/DSC_5475-1-edited.jpeg?w=300&#038;ssl=1" alt="Nervensystem in Aufruhr und ich völlig erschöpft - mein Normalzustand 2018" class="wp-image-2526" style="width:300px"  srcset="https://i0.wp.com/wunderland-coaching.de/wp-content/uploads/2023/02/DSC_5475-1-edited.jpeg?w=356&amp;ssl=1 356w, https://i0.wp.com/wunderland-coaching.de/wp-content/uploads/2023/02/DSC_5475-1-edited.jpeg?resize=300%2C275&amp;ssl=1 300w" sizes="(max-width: 356px) 100vw, 356px" /><figcaption class="wp-element-caption">Ich im Oktober 2018 &#8211; nach einem Jahr im Arbeitsleben schon völlig erschöpft (und nein, meine müden Augen lagen nicht an den Pflanzen im Hintergrund <img alt="😄" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" consent-original-src-_="https://s.w.org/images/core/emoji/16.0.1/72x72/1f604.png" consent-required="902" consent-by="services" consent-id="903"/> die waren da nur Deko)</figcaption></figure></div>


<p>Nun war es keineswegs so, dass mein ganzes System (Körper, Seele, Geist) mir nicht schon längst signalisiert hätte, dass meine Situation und mein Verhalten nicht gut für mich waren: ständige Erkältungen, Verdauungsbeschwerden, immer weiter sinkendes Energieniveau, fehlende Konzentration, Unzufriedenheit und Widerstand gegen so ziemlich alles und jeden, Aufschieberitis vom Feinsten, das völlige Missachten meiner Intuition, extreme Reizbarkeit, dann immer öfter eine große innere Leere.</p>



<p><strong>Auf allen Ebenen waren die Anzeichen da</strong> &#8211; ich brachte sie nur sehr lange nicht miteinander in Verbindung und dachte leider auch, sie “gehörten eben dazu”…</p>



<p><strong>Irgendwann </strong><strong><em>musste</em></strong><strong> dieser Zustand einfach umschlagen.</strong> Nachdem keine der (unbewussten) Kampf-und-Flucht-Reaktionen und auch keine der (bewussten) Symptombehandlungen aus vergangenen Jahren zur Verbesserung meiner Situation geführt hatte, leitete mein autonomes Nervensystem also die nächste Stufe ein: den Shutdown. Oder in meinem Fall mehrere “kleinere” Shutdowns, wie an dem einen Montagmorgen, als meine Beine einfach streikten und ich partout nicht vom Sofa aufstehen konnte.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Die große Erkenntnis</h2>



<p>Aus diesem Zustand kam ich 2020 in meine Auszeit. Alleine, diese anzuleiern, hatte mich enorm viel Kraft gekostet &#8211; und gleichzeitig auch wieder Energieressourcen freigesetzt, denn endlich hatte ich wieder ein Gefühl der Selbstwirksamkeit: <strong>Ich nahm mein Leben in die Hand &#8211; ich trat für meine Bedürfnisse ein und sorgte für Veränderung.</strong></p>



<p>In der Therapie machte ich in den ersten Monaten große Fortschritte. Die Zeit für mich, ohne irgendetwas leisten zu müssen, war sehr heilsam. Aber auch sehr herausfordernd &#8211; zum einen sind wir in Deutschland doch ziemlich auf Leistung getrimmt und solche Prägungen legt man nicht einfach so ab. Zum anderen war mein Körper in den vergangenen Jahren schlicht und ergreifend süchtig nach dem Hormoncocktail geworden, der bei Stress ausgeschüttet wird!</p>



<p>Die große Erkenntnis, die mich Mitte des Jahres traf, war dementsprechend eine Mischung aus zwei Dingen: <strong>Ich kam mir selbst endlich wieder näher</strong>, begann zu spüren, welche Ideen, Eigenschaften, Wünsche von mir selbst (bzw. meiner Intuition) kamen und welche von den Erwartungen anderer herrührten.</p>



<p>Und <strong>mein Nervensystem wurde durch den ungewohnt ruhigen Zustand alarmiert</strong> und setzte alles daran, das Verlangen meines Körpers nach den “fehlenden” Stresshormonen zu stillen!</p>



<p>Durch die neue Idee und Zukunftsperspektive wurde mein System also wieder aktiviert. Endlich gab es wieder eine Richtung, in die meine Energie gelenkt werden konnte.<br>Vor allem aber setzte direkt das große Zweifeln ein und führte zu inneren Konflikten und Stress &#8211; sprich: zum altbekannten Zustand, von dem ich auf Entzug war.</p>



<p>“Ich, Coach?! Mit gerade mal 30? Bin ich nicht viel zu jung, bringe viel zu wenig Erfahrung und Expertise mit?!”<br>Dieser Zweifel saß sehr tief, doch durch die neu gewonnene Nähe zu mir selbst konnte ich ihm zum Glück etwas entgegensetzen:<br>Auf das Alter kam es gar nicht an. In meinen 30 Runden um die Sonne hatte ich schon mehr Lebenserfahrung gesammelt als manche Menschen in 80 Jahren.</p>



<p><strong>Ich hatte selbst die Erfahrung gemacht, wie es sich anfühlt, sich so weit von sich selbst entfernt zu haben, dass man die Person im Spiegel kaum zuordnen kann.</strong><br>Wie es sich anfühlt, einem Traum nachgejagt zu haben, der nicht der eigene war, und eines morgens aufzuwachen und zu denken “Verdammt, was MACHE ich hier eigentlich???”<br><strong>Und wie es gelingen kann, wieder zurück zu sich selbst zu kommen und aus diesem Leben auszubrechen, das nicht das eigene ist.</strong></p>



<p>Mir dämmerte: Genau darin wollte ich Menschen begleiten &#8211; und auch die Fähigkeiten dazu brachte ich mit! Zum Beispiel habe ich mit meiner Empathie und Fähigkeit, zuzuhören, ohne direkt einen Input geben zu müssen, schon immer hinter die Kulissen geschaut und gespürt, was <em>eigentlich</em> los ist.</p>



<p><strong>Dank der zurückeroberten Nähe zu mir selbst konnte ich das erkennen.</strong> Ich konnte mir eingestehen und erlauben:<br>Ja, ich will Coach werden und Menschen in genau den Prozessen begleiten, die ich selbst größtenteils alleine durchlaufen habe.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Darf ich das?</h2>



<p>Schon Mitte 2020 reifte dieser Gedanke also in mir. Zum einen, weil es mir nach einigen Monaten des “Nichtstuns” und der Therapie schon viel besser ging.</p>



<p>Zum anderen, weil ich von klein auf auf Leistung getrimmt war und langsam, aber sicher &#8211; eingeleitet durch mein autonomes Nervensystem und diese alten Prägungen &#8211; hibbelig wurde: Ich muss doch jetzt mal eine Perspektive schaffen. <strong>Ich kann schließlich nicht für immer auf der faulen Haut liegen, ich muss doch was </strong><strong><em>leisten</em></strong><strong>!</strong> Ein wertvolles Mitglied der Gesellschaft sein und nicht nur von ihr profitieren, ohne etwas zu geben!</p>



<p>Mit solchen Gedanken hatte ich leider oft zu kämpfen und <strong>sie drängten mich zu schnellem Handeln &#8211; obwohl ich rational wusste, dass das weder wahr, noch förderlich war</strong>:</p>



<p>Erstens war da so etwas wie Trotz, denn durch den absurden Leistungsdruck unserer Gesellschaft war ich ja erst auf diese Bahn geraten, die mich krank und arbeitsunfähig gemacht hatte. War das Arbeitslosengeld also nicht quasi mein Schmerzensgeld?</p>



<p>Zweitens wusste ich tief in mir drin, dass ich einen wesentlich größeren, sinnvolleren und besseren Beitrag würde leisten können, wenn es mir selbst <em>richtig</em> gut ginge und ich das tun würde, wofür ich wirklich hier bin und was ich richtig gut kann. <strong>Und dass ich dafür erstmal selbst </strong><strong><em>wirklich</em></strong><strong> gesund und gut aufgestellt sein müsste.</strong></p>



<p>Und doch kam da diese Stimme in mir auf, die mich antrieb und die mir keine Alternative ließ: Ich musste jetzt mal langsam in die Pötte kommen. Meine Familie würde mich sicher nach dem Arbeitslosengeld weiter finanziell unterstützen, <strong>aber hatte ich das wirklich verdient?</strong> Musste ich nicht ihnen gegenüber eine Leistung vorweisen, eine Art “Zweck” ihrer Geldanlage? <strong>War dafür “einfach nur” mein Wohlergehen nicht viel zu wenig?</strong></p>



<p>Mir ist übrigens sehr bewusst, wie privilegiert meine Lage war! Viele haben gar keine andere Möglichkeit und <em>müssen</em> für Einkommen sorgen, um überhaupt überleben zu können.&nbsp;</p>



<p>Dennoch finde ich es &#8211; mir fällt kein anderes Wort ein &#8211; krass, wie sehr <strong>gesellschaftliche Prägungen und vergangene Erfahrungen dafür sorgen können, dass ein solcher Druck entsteht, </strong><strong><em>obwohl</em></strong><strong> es de facto andere Möglichkeiten </strong><strong><em>gäbe</em></strong>! In meinem Fall zum Beispiel: Das Arbeitslosengeld auslaufen lassen und mit dem Rückhalt meiner Familie gänzlich heilen, um <em>dann</em> neue berufliche Wege zu schaffen.</p>



<p>Stattdessen verlangte die antreibende Stimme in mir, dass ich etwas würde “vorweisen” können, wenn das Arbeitslosengeld ausliefe. Einen Plan. <strong>Eine Rechtfertigung, eine Daseinsberechtigung.</strong><br>Dieser Druck war immer da, selbst wenn ich ihn nicht immer aktiv wahrnahm: er schwang irgendwie so mit und beeinflusste mich in meinen Entscheidungen und in meinen Gefühlen.</p>



<p>Und er veranlasste mich dazu, nach einer geeigneten Coaching-Ausbildung zu suchen &#8211; nicht einfach so, sondern mit dem klaren Ziel, Anfang 2021 als Coach in die Selbstständigkeit zu starten und damit meinen Lebensunterhalt zu bestreiten.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Ready or not: der Startschuss</h2>



<p>Schwupps, war ich schon alleine durch die Suche und den enormen Druck dahinter zurück in den Zustand der Übererregung katapultiert:</p>



<p>Im Dschungel der Coaching-Ausbildungen die richtige zu finden, war total überfordernd.<br>“Die Richtige” kam dann zu mir, als ich mal für eine Woche aufgehört hatte, zu suchen &#8211; und alles fühlte sich richtig an. <strong>Ich fühlte mich bereit.</strong></p>



<p>Rückblickend frage ich mich an dieser Stelle allerdings: <strong>Wie bereit war ich wirklich und wie groß war dann doch der Einfluss meines inneren Antreibers, dem der (gesellschaftliche) Druck im Nacken saß?</strong></p>



<p>Inwiefern war die Entscheidung zu dem Zeitpunkt eine Kampf-Reaktion meines Nervensystems, eine Art Flucht nach vorne, um der Unsicherheit des ständigen Zweifelns und inneren Drucks zu entkommen <em>und</em> um den gewohnten Zustand wiederherzustellen?</p>



<p>Tja, so genau werde ich das nie wissen.</p>



<p>Vermutlich war es ohnehin eine Mischung:<br>Die Coaching-Ausbildung an sich war wirklich (sogar zu dem Zeitpunkt) gut &#8211; sie gab mir eine Perspektive und inhaltlich konnte ich daraus sehr viel auch für meine eigene Entwicklung und Reflexion mitnehmen.</p>



<p>Der Termindruck, der damit einherging, war hingegen zu viel. Der entstand zum einen durch den straffen Terminplan der Ausbildung selbst mit wöchentlich neuen Inhalten und dem Abschluss nach 3 Monaten, insbesondere aber durch mein (aus Erwartungsdruck heraus) selbst gesetztes Ziel, ab dem 1.1.2021 als selbstständige Coach Geld zu verdienen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Die ersten Monate: Stresspegel steigend</h2>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignleft size-full is-resized"><img data-recalc-dims="1" decoding="async" src="https://i0.wp.com/wunderland-coaching.de/wp-content/uploads/2023/02/IMG_20210128_120205_32.jpeg?resize=300%2C434&#038;ssl=1" alt="Ich im Januar 2021: die Selbstständigkeit war gestartet, mein Nervensystem hochaktiviert" class="wp-image-2527" style="width:300px;height:434px" width="300" height="434" srcset="https://i0.wp.com/wunderland-coaching.de/wp-content/uploads/2023/02/IMG_20210128_120205_32.jpeg?w=600&amp;ssl=1 600w, https://i0.wp.com/wunderland-coaching.de/wp-content/uploads/2023/02/IMG_20210128_120205_32.jpeg?resize=208%2C300&amp;ssl=1 208w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption class="wp-element-caption">Januar 2021: hochmotiviert und über-aktiviert</figcaption></figure></div>


<p><strong>Gerade hatte ich mich von einem extrem hohen Stresspegel erholt</strong> und mein Nervensystem zum ersten Mal seit Jahren zurück in einen Bereich gebracht, in dem an guten Schlaf, innere Ruhe, echte Entspannung und funktionierende Körperfunktionen endlich wieder zu denken war.</p>



<p><strong>Und dann katapultierte ich mich wieder auf ein Level, das gerade so ein <em>bisschen</em> niedriger lag:</strong></p>



<p>Schon vor dem offiziellen Start in die Selbstständigkeit gab es einiges zu tun. Anmeldung, Krankenversicherung, diverse Ämter, Gespräche mit meiner Familie über die Finanzierung, erste Probecoachings, meinen Instagram-Account,&#8230; Ursprünglich sollte sogar meine Website direkt zum 1.1. an den Start gehen &#8211; dauerte nur ungefähr 4 Monate länger <img alt="😀" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" consent-original-src-_="https://s.w.org/images/core/emoji/16.0.1/72x72/1f600.png" consent-required="902" consent-by="services" consent-id="903"/></p>



<p>Dann die Fragen von interessierten und wohlmeinenden, aber kritischen und völlig Online-Business-fremden Menschen, WIE ich mir das denn nun alles so vorstellte &#8211; ob sich denn überhaupt Geld verdienen ließe mit sowas in diesem Internet…</p>



<p>All die Fragen, wie ich das denn alles anstellen wollte, stressten mich enorm &#8211; ich wusste es doch selbst nicht so genau!</p>



<p>Da half auch das Schreiben eines rudimentären Business Plans für mich selbst absolut nicht &#8211; es war nur eine von vielen Methoden, die mir im Außen präsentiert wurden, wie “man” an so ein Business herangeht. Die (viel zu) strategische Herangehensweise führte allerdings nur dazu, <strong>dass ich mich wieder von meinem wahren Kern entfernte. Dass ich wieder die Antworten vergaß, die ich doch alle schon in mir trug.</strong> Oder dass ich sie übersah und manchmal sogar willentlich überging, weil sie viel zu “weich”, zu wenig strategisch, zu naiv, zu langsam schienen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Was mich als Business-Starterin besonders stresste…</h2>



<p>Hier war ich also wieder: Völlig lost und überfordert, hatte mich selbst schon wieder ein Stück weit aus den Augen verloren. <strong>Und fing wieder an, die Antworten und Erfolgsrezepte im Außen zu suchen</strong>: Belegte einen Business-Starter-Kurs nach dem anderen. Sog alles auf, was von diversen Expert*innen zu den Themen zu finden war, die mich umtrieben. Versuchte mich in den Anzug eines Onlineunternehmerinnen-Prototypen zu pressen, der mir aber doch gar nicht passte!</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" width="600" height="338" src="https://i0.wp.com/wunderland-coaching.de/wp-content/uploads/2023/02/IMG_20201125_185910_4.jpeg?resize=600%2C338&#038;ssl=1" alt="" class="wp-image-2515" srcset="https://i0.wp.com/wunderland-coaching.de/wp-content/uploads/2023/02/IMG_20201125_185910_4.jpeg?w=600&amp;ssl=1 600w, https://i0.wp.com/wunderland-coaching.de/wp-content/uploads/2023/02/IMG_20201125_185910_4.jpeg?resize=300%2C169&amp;ssl=1 300w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /><figcaption class="wp-element-caption">Einer von vielen (halbherzigen) Versuchen, mich in eine Struktur zu zwängen, die eigentlich nicht wirklich zu mir passte.</figcaption></figure></div>


<p>Damit widersprach ich in vielen meiner Handlungen wieder dem, was ich fühlte &#8211; wie ich es früher so oft getan hatte. <strong>Da war wieder die Diskrepanz zwischen Innen und Außen, die das Nervensystem so stresst</strong>, weil es dadurch lernt, dass “Ich selbst sein” nicht sicher ist.</p>



<p>Und es entstand auch wieder ein großer <strong>innerer Widerstand</strong>, weil vieles, was in solchen Business-Starter-Kursen (selbst in “ganzheitlichen”) vermittelt wird, einfach völlig gegen meine Werte geht: Marketing-Tricks, utopische Versprechungen, aggressive Kommunikation, das Rumreiten auf “pain points”, generell “höher, schneller, weiter”,&#8230; &#8211; das <strong>konnte ich nicht mit meinen höchsten Werten Authentizität, Wertschätzung und Nachhaltigkeit vereinbaren</strong>. Gleichzeitig sah ich, dass genau diese Strategien zu funktionieren schienen! Zwar vermutlich weniger für die Käufer*innen (wenn nur das Symptom behandelt wird, statt der Ursache, meldet die sich zwangsläufig irgendwann wieder), aber offensichtlich für die Anbieter*innen.</p>



<p>Also versuchte ich, das mitzunehmen, was zu mir und meinen Werten passte. Das andere nahm ich nur leider ebenfalls wahr und es “triggerte” mich &#8211; mein altbekanntes Gefühl, nicht gut genug zu sein, nicht genug zu leisten, es nicht hart genug zu probieren, einfach zu empfindlich zu sein für die Online-Welt und niemals erfolgreich sein zu können. Mich anpassen zu müssen, lauter, schneller, aggressiver werden zu müssen.</p>



<p>Ich sah das nicht ein und gab ihm nicht nach &#8211; <strong>wenn sich in mir alles sträubt, vertraue ich mittlerweile darauf, dass es nichts für mich ist</strong>. Es gibt einen Unterschied zwischen dem inneren Widerstand, der signalisiert “Lass’ die Finger davon, das ist nichts für dich” und der Angst, die sich einfach ein wenig vor Unbekanntem fürchtet und die man liebevoll an die Hand nehmen kann.</p>



<p>Dabei jedoch standhaft zu bleiben &#8211; bei MIR zu bleiben -, war und ist immer wieder die größte Herausforderung für mich.</p>



<p>Besonders, weil ich von Natur aus neugierig bin und es mich nun mal interessiert, was andere Menschen so machen. So auch meine Coaching-Kolleg*innen! Beim Anblick all dessen, was die alles tun, ständig am Umsetzen sind und ein Angebot nach dem anderen raushauen, bin ich allerdings besonders in meinem ersten Business-Jahr mehr als einmal zurück in den Strudel des “nicht genug”-Fühlens geraten.</p>



<p>Wie gesagt: <strong>Ich glaubte, mehr leisten zu müssen.</strong> Und <strong>das widersprach meinem festen Vorhaben, mein Business von Anfang an nachhaltig gesund aufzubauen</strong>, also achtsam mit meinen Ressourcen &#8211; der Grundlage für mein Business &#8211; umzugehen.</p>



<p>Für &#8222;selbst und ständig&#8220; war ich noch nie zu haben. <strong>Ich startete Wunderland Coaching, um <em>ständig ich selbst</em> sein zu können</strong> &#8211; mit meiner stillen Stärke, meinem eigenen Biorhythmus und meinem großen Ruhebedürfnis.<br>Da es leider in der Natur der Sache liegt, dass die Lauteren, Extravertierten häufiger zu sehen sind oder mehr auffallen und dass bei Social Media immer nur ein klitzekleiner Ausschnitt zu sehen ist (in der Regel das, was gut läuft), führte der Blick nach außen, selbst das &#8222;Vernetzen&#8220; mit eigentlich Gleichgesinnten, eher zu einem Mangelgefühl als zu wirklichem Miteinander und Inspiration.</p>



<h2 class="wp-block-heading">… und was mir geholfen hat</h2>



<p>Das ständige Mangelgefühl durch den Vergleich mit anderen, die selbst herbeigeführte Reizüberflutung und Überforderung &#8211; um zukünftig einen gesünderen Umgang damit zu finden, musste ich vor allem eins: <strong>meine innere Sicherheit stärken!</strong></p>



<h3 class="wp-block-heading">1. Zur Ruhe kommen</h3>



<p>Zuerst musste ich mir diese Gefühle eingestehen &#8211; und dann <strong>aufhören, unter dem Deckmantel der Inspiration immer wieder zu schauen, was andere machten.</strong></p>



<p>Denn das war es, was mich selbst davon abhielt, die Dinge umzusetzen, die zu <em>mir</em> passten. Was mich immer wieder ungeduldig werden ließ, wenn ich gefühlt wieder viiiiel langsamer war als alle anderen.</p>



<p>Sobald ich das erkannt hatte, konnte ich etwas dagegen tun.<br><strong>Es zu erkennen und wirklich </strong><strong><em>an</em></strong><strong>zuerkennen und danach zu handeln, dauerte ungefähr ein weiteres Jahr.</strong> Das erste Jahr meiner Selbstständigkeit, in dem ich nach dem “Trial &amp; Error”-Prinzip vieles ausprobiert hatte, hatte mich so gefordert, dass ich Ende des Jahres schon wieder eine Auszeit brauchte. Auch zwischendurch hatte ich mir Business- und vor allem Social-Media-<strong>Auszeiten</strong> gegönnt &#8211; allerdings <strong>immer erst dann, wenn es eigentlich schon zu spät und ich schon wieder kurz vor dem Ausbrennen war</strong>.</p>



<p>So wollte ich mein Business nicht führen: Teil meiner Mission ist es, Menschen zu einem achtsameren und liebevolleren Umgang mit sich selbst zu verhelfen. Und dazu gehört eben ganz elementar, <strong>die eigenen Ressourcen zu ehren und Pausen (oder Auszeiten) ganz natürlich mit einzubauen &#8211; nicht erst dann, wenn sie längst überfällig sind!</strong><strong><br></strong>Eine gesunde Balance zwischen Aktivierung und Entspannung ist nämlich das A und O eines regulierten Nervensystems.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignleft size-medium is-resized"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" src="https://i0.wp.com/wunderland-coaching.de/wp-content/uploads/2023/02/IMG_7500-edited.jpeg?resize=300%2C200&#038;ssl=1" alt="Balsam für das Nervensystem: Social Media Apps löschen - hier Instagram" class="wp-image-2512" style="width:300px;height:200px" width="300" height="200" srcset="https://i0.wp.com/wunderland-coaching.de/wp-content/uploads/2023/02/IMG_7500-edited.jpeg?w=600&amp;ssl=1 600w, https://i0.wp.com/wunderland-coaching.de/wp-content/uploads/2023/02/IMG_7500-edited.jpeg?resize=300%2C200&amp;ssl=1 300w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></figure></div>


<p>Da durfte ich mir also dringend an die eigene Nase fassen. Die Auszeit im Dezember 2021 tat mir unheimlich gut. Währenddessen war ich nicht auf den sozialen Medien unterwegs. Ich nahm weder weitere “Inspiration” auf, noch versuchte ich selbst, Inspiration herauszugeben &#8211; ich WAR einfach mal. Dachte nicht über meine nächsten Schritte nach (denn irgendwelche Gedanken zu meinem Business waren sonst <em>immer</em> in meinem Kopf präsent), sondern lebte wirklich mal nur im Moment.</p>



<p><strong>Dadurch kam ich zur Ruhe und das gab meinen Gedanken den nötigen Raum, sich ganz von selbst zu sortieren</strong> &#8211; ohne, dass ich mir aktiv noch mehr Gedanken dazu machen musste.</p>



<h3 class="wp-block-heading">2. Ablenkungen reduzieren</h3>



<p>Und so startete ich in das Jahr 2022: Mit neuen Ideen, vor allem aber deutlich mehr innerer Ruhe und Sicherheit. <strong>Ich verabschiedete mich nach und nach von den diversen “Inspirationsquellen”</strong> (die diesen ursprünglichen Zweck für mich ja schon lange nicht mehr erfüllten) <strong>und fing Schritt für Schritt an, endlich </strong><strong><em>mein</em></strong><strong> Ding zu machen</strong> &#8211; etwas, was ich mir eigentlich von Anfang an fest vorgenommen hatte, was dann aber der fehlenden inneren Sicherheit, durch die ich enorm auf die Ablenkungen im Außen ansprang, zum Opfer gefallen war.</p>



<p>Es galt also, meine innere Sicherheit weiter zu stärken und die Ablenkungen im Außen drastisch zu reduzieren. Denn die zurückgewonnene innere Ruhe ließ mich an diesem Punkt erkennen, dass <strong>mein Nervensystem noch viel Aufmerksamkeit brauchte, um mich wirklich wieder sicher in mir zu verankern</strong> und zukünftig eben <em>nicht</em> durch äußere Eindrücke aus dem Gleichgewicht zu geraten &#8211; und dafür brauchte ich noch eine ganze Weile Abstand von ihnen.</p>



<p>Ganz konkret sah das bei mir so aus: Ich verhängte mir selbst ein <strong>Weiterbildungs-Verbot</strong>; ich “mistete” meine Social-Media-Accounts radikal aus und <strong>entfolgte fast allen Accounts</strong> von Kolleg*innen und Business Coaches (ja, auch denen, deren Inhalte ich großartig fand und die ich sehr schätzte!); und ich <strong>reduzierte den Austausch</strong> mit Kolleg*innen über Business-Themen auf ein absolutes Minimum.</p>



<p>Denn auch, wenn gefühlt alle empfehlen, sich ein Netzwerk aufzubauen und regelmäßig auszutauschen, gilt das meiner Meinung nach nur bedingt. <strong>Nämlich so lange, wie es wirklich ein </strong><strong><em>für beide Seiten</em></strong><strong> fruchtbarer Austausch ist.</strong> Wenn ich hingegen gerade in einer innerlichen Verfassung bin, die es mir nicht erlaubt, zwischen “ist für mich wertvoll” und “passt nicht zu mir” klar zu differenzieren, dann sollte ich mich von solchen Gesprächen fernhalten (bzw. nur ganz gezielt nach Input und Unterstützung fragen) und erst meine innere Sicherheit stärken.</p>



<p>Der wichtigste Schritt hin zu mehr innerer Sicherheit war für mich die nun schon mehrfach angesprochene Reizreduktion. Auszeiten, regelmäßige Pausen, <strong>mich auf “meins” zu konzentrieren und die Ideen umzusetzen, die in mir selbst entstanden</strong> &#8211; statt mich zwischen zu vielen von außen inspirierten Ideen nicht entscheiden zu können und am Ende gar nichts umzusetzen.</p>



<h3 class="wp-block-heading">3. Nachrichtenkonsum reduzieren</h3>



<p>Genauso wichtig war es für meine innere Sicherheit, möglichst wenig Nachrichten zu konsumieren. Zum Beispiel jährt sich heute leider auch der russische Angriffskrieg auf die Ukraine &#8211; und auch sonst gehen in der Welt erschreckende Dinge vor sich.</p>



<p>Als feinfühliger Mensch muss ich wirklich aufpassen, Negatives nur ganz bewusst und in kleinen Dosen zu konsumieren und ebenso bewusst den Fokus auf Positives zu legen.</p>



<p><strong>Das Nervensystem kann nämlich nicht unterscheiden, ob die Kriegsszene sich gerade nur auf dem Bildschirm abspielt oder wir mittendrin stecken</strong> &#8211; besonders durch Bilder wird es aktiviert, “fährt hoch” und springt in den Kampf-oder-Flucht-Modus oder sogar in den Shutdown.<br>In meinem Fall eher Letzteres, weil dazu noch die Eigenschaft der Feinfühligkeit kommt und mich das Geschehen emotional mitnimmt. Und wenn ich so lahmgelegt werde, ist niemandem geholfen!</p>



<p>Auch hier war also “öfter abschalten” das Mittel der Wahl.</p>



<h3 class="wp-block-heading">4. Nervensystem regulieren</h3>



<p>Darüber hinaus arbeitete ich aktiv mit meinem Nervensystem, und zwar (u. a.) durch…</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignright size-large is-resized"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" src="https://i0.wp.com/wunderland-coaching.de/wp-content/uploads/2023/02/IMG_2372-edited.jpg?resize=300%2C400&#038;ssl=1" alt="Balsam für das Nervensystem: Der Blick in die Natur - hier sich langsam öffnende Blattknospen" class="wp-image-2518" style="width:300px;height:400px" width="300" height="400" srcset="https://i0.wp.com/wunderland-coaching.de/wp-content/uploads/2023/02/IMG_2372-edited.jpg?w=600&amp;ssl=1 600w, https://i0.wp.com/wunderland-coaching.de/wp-content/uploads/2023/02/IMG_2372-edited.jpg?resize=225%2C300&amp;ssl=1 225w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption class="wp-element-caption">Die Knospen öffnen sich, wenn die Zeit reif ist! Von der Natur können wir sehr viel lernen.</figcaption></figure></div>


<ul class="wp-block-list">
<li>das <strong>Spüren meines Körpers</strong> &#8211; zum Beispiel durch Meditation in Form von “Body Scans”, also Reisen durch meinen Körper, um wahrzunehmen, was gerade los ist.</li>



<li>das Schärfen der <strong>Wahrnehmung meiner körperlichen Grundbedürfnisse</strong>, gerade auch im Alltag &#8211; Hunger, Durst, Müdigkeit, Harndrang sind Alarmsignale für das Nervensystem.</li>



<li>das <strong>Erfüllen meiner Grundbedürfnisse</strong>! Das wird uns leider oft abtrainiert (z. B. in der Schule: “Reiß dich zusammen &#8211; getrunken wird in der Pause!”), ist jedoch der simpelste und grundlegendste Weg, das Nervensystem Sicherheit spüren zu lassen.</li>



<li><strong>Zeit in der Natur</strong> &#8211; beobachten und spüren, wie alles sich in seinem ureigenen Tempo entwickelt und das auch auf mich zutrifft, als Teil der Natur.</li>



<li><strong>regelmäßige Bewegung</strong> &#8211; sei es ein Spaziergang, Yoga, tanzen oder was auch immer mir und meinem Körper gerade gut tut und Glückshormone bringt. <img alt="🙂" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" consent-original-src-_="https://s.w.org/images/core/emoji/16.0.1/72x72/1f642.png" consent-required="902" consent-by="services" consent-id="903"/></li>



<li><strong>Zeit mit lieben Menschen</strong>, vor allem meinem Mann &#8211; einfach ich selbst sein können und in die <strong>Co-Regulation</strong> zu gehen, wobei die Nervensysteme sich sozusagen verbinden und gegenseitig regulieren.</li>
</ul>



<p>Ein bisschen ausführlicher habe ich über diese und weitere Strategien und Tools in diesen beiden Artikeln berichtet:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://wunderland-coaching.de/november-ohne-blues/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">November ohne Blues &#8211; wie habe ich das geschafft?</a></li>



<li><a href="https://wunderland-coaching.de/jahresrueckblick-2022/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Jahresrückblick 2022: Wenn das Leben seine eigenen Pläne hat</a></li>
</ul>



<h2 class="wp-block-heading">Bin ich zu früh gestartet? &#8211; Jein!</h2>



<p>Der Sprung in die Selbstständigkeit hat mein Nervensystem in höchste Alarmbereitschaft versetzt &#8211; ob ich das nun wahrhaben wollte oder nicht. In dem kapitalistischen System, in dem wir nun mal leben, braucht es finanzielle Ressourcen, um zu überleben. Ohne regelmäßige Einnahmen ist die eigene Existenz bedroht &#8211; und der Job des Nervensystems ist es, diese zu sichern!</p>



<p>Kein Wunder, dass es da Alarm schlägt, oder? <strong>Bei Existenzängsten ist für das Nervensystem Schluss mit lustig.</strong> Da können wir noch so sehr unseren Verstand bemühen und mit Argumenten kommen, dass schon alles gut gehen wird.</p>



<p>Und das trifft &#8211; logischerweise &#8211; besonders dann zu, wenn sich das Nervensystem grundsätzlich in einem (eher) dysregulierten Zustand befindet. <strong>Ein reguliertes Nervensystem</strong>, das eine Bedrohung der Existenz wahrnimmt, <strong>setzt Ressourcen frei, um kreative Lösungen zu finden.</strong> In innerer Sicherheit verankert, ist der temporäre Wegfall äußerer Sicherheiten nicht so tragisch und kann gut ausgeglichen werden.</p>



<p>Ein dysreguliertes Nervensystem jedoch ist dazu nicht in der Lage &#8211; es geht direkt auf Alarmstufe Rot und leitet den Shutdown ein (oder zumindest eine extreme Überaktivierung, die früher oder später ebenfalls im Shutdown endet).</p>



<p><strong>Aus Sicht meines Nervensystems bin ich also tatsächlich zu früh in die Selbstständigkeit gestartet.</strong> Es hätte mir &#8211; bzw. meinem Nervensystem &#8211; besser getan, noch zu warten. Ich hätte z. B. gerne im Sommer 2020 schon meine Coaching-Ausbildung anleiern können &#8211; aber mir mit dem Thema Selbstständigkeit noch Zeit gelassen. Einfach noch ein paar Monate lang in Ruhe mit mir, meinen neu erlernten Coaching-Tools und meiner Therapie verbracht, das Finanzielle mit meiner Familie geklärt und weiter geheilt.</p>



<p><strong>So, wie meine Innenwelt zu dem Zeitpunkt aussah, war das aber nie eine echte Alternative!</strong> Die drohende Existenzgefährdung übertrumpfte alles. Meine Entscheidungen waren nicht mehr von meiner Intuition und meinem “gesunden Verstand” getrieben, sondern von einem Nervensystem im Alarm-Modus und einem “pseudo-rationalen Verstand”, der alten Prägungen, gesellschaftlichen Narrativen und Konditionierungen nachkam.</p>



<p>Und falls du dich jetzt wunderst, ob angesichts der Existenzangst die Jobsuche nicht die einfachste, logischste Alternative gewesen wäre: Ganz klar nein. <strong>Ich war noch so traumatisiert von Jahren der Überanpassung, dass das</strong> (wie oben bereits erwähnt dank des finanziellen Rückhalts meiner Familie) <strong>tatsächlich <em>noch</em> unsicherer erschien.</strong> Übrigens hat sich auch diese Ansicht mittlerweile, mit einem regulierteren Nervensystem, geändert und ich schließe eine erneute Anstellung nicht mehr kategorisch aus!</p>



<p>Heißt das alles jetzt, dass ich meine Entscheidung, mich so früh zu 100 % selbstständig zu machen, bereue?<br>Nein!</p>



<p>Wie gesagt: <strong>Im damaligen Zustand meines Nervensystems war die direkte Selbstständigkeit die bestmögliche Entscheidung.</strong> Ein paar Wochen lang im letzten Jahr habe ich sie zwar infrage gestellt &#8211; allerdings nur, um schnell festzustellen, dass das das Schlimmste ist, was ich tun kann.</p>



<p><strong>Ändern kann ich es ja sowieso nicht mehr, also warum mich damit quälen</strong> und mein Nervensystem im Nachhinein noch mehr damit stressen?</p>



<p><strong>Das einzig Sinnvolle ist doch, mich </strong><strong><em>jetzt</em></strong><strong> bestmöglich um mich zu kümmern.</strong> Mein Nervensystem und seine Signale zu ehren und jetzt, da ich es besser weiß, <em>mit</em> ihm zu arbeiten und es zu stärken. <strong>Um jetzt bessere Entscheidungen zu treffen</strong>, die mich stärken und in die Richtung bringen, in die ich möchte.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Fazit: Vergangenes nicht hinterfragen, sondern daraus lernen</h2>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignleft size-full is-resized"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" src="https://i0.wp.com/wunderland-coaching.de/wp-content/uploads/2023/02/5.png?resize=300%2C375&#038;ssl=1" alt="Ich heute - dankbar und guter Dinge, mit immer regulierterem Nervensystem die Selbstständigkeit gut und gesund managen zu können." class="wp-image-2519" style="width:300px;height:375px" width="300" height="375" srcset="https://i0.wp.com/wunderland-coaching.de/wp-content/uploads/2023/02/5.png?w=600&amp;ssl=1 600w, https://i0.wp.com/wunderland-coaching.de/wp-content/uploads/2023/02/5.png?resize=240%2C300&amp;ssl=1 240w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></figure></div>


<p>Letzten Endes bin ich trotz aller Zweifel, die mich ab und zu heimsuchen, trotz aller Unsicherheiten und verzweifelter Momente dankbar für die letzten zwei Jahre.</p>



<p>Ich bin dankbar für alles, was ich aus dieser wilden Achterbahnfahrt lernen durfte (oder musste) und freue mich auf alles, was kommt. <strong>Eine Achterbahnfahrt wird es bestimmt bleiben</strong> &#8211; nur nicht mehr ganz so wild, denn <strong>mittlerweile habe ich eine gewisse Baseline</strong>, eine Grund-Sicherheit, <strong>von der aus die Ausschläge nicht mehr ganz so heftig werden.</strong> Anders gesagt: Ich bin mittlerweile guter Dinge, mit immer regulierterem Nervensystem die Selbstständigkeit gut und gesund managen zu können.</p>



<p>Danke, dass du mich auf diesem Weg begleitest!</p>



<figure class="wp-block-image size-full is-resized"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" src="https://i0.wp.com/wunderland-coaching.de/wp-content/uploads/2022/12/Namenszug-Blog.png?resize=270%2C56&#038;ssl=1" alt="" class="wp-image-1898" style="width:270px;height:56px" width="270" height="56" srcset="https://i0.wp.com/wunderland-coaching.de/wp-content/uploads/2022/12/Namenszug-Blog.png?w=540&amp;ssl=1 540w, https://i0.wp.com/wunderland-coaching.de/wp-content/uploads/2022/12/Namenszug-Blog.png?resize=300%2C62&amp;ssl=1 300w" sizes="auto, (max-width: 270px) 100vw, 270px" /></figure>
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		<title>Abenteuer und Sicherheit: mein Motto für 2023. Und wie passt das zusammen?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Marie-Elisabeth Hirsch]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 22 Jan 2023 15:30:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[innere Sicherheit]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Als ich mir am Ende meines Rückblicks auf 2022 die Frage stellte, unter welchem Motto das Jahr 2023 für mich stehen darf, kamen wie aus der Pistole geschossen zwei Worte in mein Bewusstsein: Abenteuer und Sicherheit. Direkt konnte ich die Einwände hören, die andere wahrscheinlich anbringen würden, wenn ich ihnen davon erzähle: “Widersprechen sich Abenteuer&#8230;&#160;<a href="https://wunderland-coaching.de/abenteuer-und-sicherheit-motto-2023/" rel="bookmark">Weiterlesen &#187;<span class="screen-reader-text">Abenteuer und Sicherheit: mein Motto für 2023. Und wie passt das zusammen?</span></a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p>Als ich mir am Ende meines <a href="https://wunderland-coaching.de/rueckblicke/jahresrueckblick-2022/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Rückblicks auf 2022</a> die Frage stellte, unter welchem Motto das Jahr 2023 für mich stehen darf, kamen wie aus der Pistole geschossen zwei Worte in mein Bewusstsein: <strong>Abenteuer und Sicherheit</strong>.</p>



<p>Direkt konnte ich die Einwände hören, die andere wahrscheinlich anbringen würden, wenn ich ihnen davon erzähle: “Widersprechen sich Abenteuer und Sicherheit nicht?”</p>



<p>Steht das Streben nach Sicherheit dem Erleben von Abenteuern im Weg, schließt es sogar mehr oder weniger aus?</p>



<p>Warum das ganz und gar nicht so ist und “gesunde Abenteuer” ohne eine gewisse Art der Sicherheit nicht möglich sind, darauf will ich im Folgenden eingehen. Und auch darauf, was Abenteuer und Sicherheit für mich persönlich bedeuten und wie ich sie in diesem Jahr leben will.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Was bedeuten “Abenteuer” und “Sicherheit” eigentlich?</h2>



<p>Wenn wir an “Abenteuer” denken, spielen mehrere Dimensionen eine Rolle:</p>



<p>Zum einen beschreibt der <a href="https://www.duden.de/rechtschreibung/Abenteuer" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Duden</a> (den ich zur Begriffsklärung gerne hinzuziehe, wie z. B. auch <a href="https://wunderland-coaching.de/persoenliche-weiterentwicklung/gewohnheiten/gewohnheiten-teil-1/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">in diesem Artikel</a> zum Thema Gewohnheiten) ein Abenteuer als “außergewöhnliches, erregendes Erlebnis.” Etwas Neues also, etwas nicht Alltägliches, das mit Gefühlshochs wie Freude, Spaß, Lust einhergeht.</p>



<p>Zum anderen ist da aber auch die Bedeutungsnuance der “gefahrvolle[n] Situation” &#8211; da denke ich dann an Geschichten wie Indiana Jones (oder andere Action-Filme), in denen ein*e Held*in sich ins Unbekannte stürzt und früher oder später immer mit lebensgefährlichen Situationen konfrontiert wird.</p>



<p>“<a href="https://www.duden.de/rechtschreibung/Sicherheit" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Sicherheit</a>” ist laut Duden der Zustand des “Geschütztseins vor Gefahr oder Schaden&#8220;, das &#8222;höchstmögliche Freisein von Gefährdungen.” Klingt jetzt erstmal positiv, oder? Niemand strebt schließlich an, sich Schaden zuzufügen. Wir alle möchten frei von Gefährdungen leben &#8211; das ist tief in unserem Wesen und unserer Physis verankert.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Was das Nervensystem damit zu tun hat</h2>



<p>Beim Thema Sicherheit kommt nämlich auch unser zentrales Nervensystem ins Spiel: Sicherheit ist seine Maxime &#8211; es ist dazu da, unser Überleben zu sichern und uns vor Gefahren zu schützen. Als Schaltzentrale in unserem Gehirn scannt es deshalb permanent alle internen und externen Prozesse nach potentiellen Gefahren. Und je nachdem, wie der Scan ausfällt, leitet es Reaktionen unseres Organismus in die Wege, die wir nur zu einem Bruchteil bewusst wahrnehmen.</p>



<p>Seine raffinierten Schutzmechanismen blockieren besonders gerne alles, was Veränderung bedeutet &#8211; denn jede Veränderung bedeutet zunächst mal Gefahr: <strong>Mit dem Status quo haben wir bis hierher schonmal überlebt. Daraus folgert das Nervensystem, dass auch unser weiteres Überleben gesichert ist, wenn wir alles genau so belassen, wie es ist.</strong> Es leitet also völlig autonom alles in die Wege, um den Status quo beizubehalten.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Abenteuer und Sicherheit &#8211; ein Widerspruch per definitionem?</h2>



<p>Abenteuer bedeutet also, sich außergewöhnlichen (vom Status quo abweichenden) bis gefahrvollen Situationen auszuliefern. Sicherheit bedeutet hingegen die <em>Abwesenheit</em> von Gefahr und um unser Überleben zu sichern, sorgt das Nervensystem sogar ohne unser Zutun &#8211; autonom &#8211; dafür, dass genau diese gewährleistet ist.</p>



<p>Klingt nach unüberwindbaren Differenzen, oder?</p>



<p>Wie ist das bei dir, was lösen die Begriffe in dir aus?<br>Sind Abenteuer für dich eher etwas Positives oder etwas, das dir Angst macht?<br>Und ist Sicherheit der beruhigende Gegenpol dazu, oder assoziierst du sie eher mit Langeweile?<br>Stehen sie in krassem Widerspruch zueinander und schließen einander aus?</p>



<p><strong>Nun ja, das tun sie nur dann, wenn wir uns den Spaß am Leben von solch engen Definitionen von Sicherheit und Gefahr, wie sie das (dysregulierte) Nervensystem fährt, vermiesen lassen.</strong></p>



<h2 class="wp-block-heading">Eine andere Sicht auf “Sicherheit”</h2>



<p><strong>Ein gestresstes Nervensystem</strong>, das von Reizen überflutet wird und nie so richtig zur Ruhe kommt (= dysreguliert), <strong>nimmt (nur) das als “sicher” wahr, was es bereits kennt &#8211; paradoxerweise also auch solche Lebensumstände, die ihm eigentlich eher schaden</strong>, wie beispielsweise eine extrem von Druck geprägte Arbeitsumgebung oder Beziehungen, in denen sich altbekannte Dramen immer wiederholen, eben weil sie altbekannt sind.</p>



<p>Es ist hypersensibel und wittert überall Gefahr. Es klammert sich an das Vertraute, weil es schlicht keine Kapazität dafür hat, Neues angemessen zu verarbeiten. Und es klammert sich an Dinge, die <em>äußerlich</em> Sicherheit vermitteln. Dann streben wir z. B. nach bestimmten Berufen, können nicht ohne Partner*in sein, definieren uns über Statussymbole oder häufen Materielles an &#8211; weil uns das ein Gefühl der Sicherheit vermittelt. Weil uns &#8211; und damit auch unseren Nervensystemen &#8211; von der Gesellschaft, in der wir aufgewachsen sind, von klein auf bestimmte Dinge als “sicher” suggeriert werden.</p>



<p><strong>Diese Art der Sicherheit basiert jedoch auf Dingen im Außen, über die wir 1. keine Macht haben und 2. nicht selbst bestimmen</strong>: Wir eifern einem gesellschaftlichen Ideal nach, ohne nach innen zu schauen, was wir uns eigentlich <em>wirklich</em> wünschen. Das kann auf Dauer (u. a.) unglücklich machen und dazu führen, dass wir ausbrennen.</p>



<p>Noch schlimmer kann es jedoch kommen, sollte einer oder mehrere der äußeren Faktoren mal wegbrechen, von denen wir unsere Sicherheit abhängig machen &#8211; was immer mal passieren kann, da sie schließlich außerhalb unserer Kontrolle liegen. Dann können wir mitunter völlig aufgeschmissen sein.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Innere Sicherheit &#8211; die einzig wahre Sicherheit</h2>



<p><strong>Um von äußeren Erschütterungen nicht gänzlich aus der Bahn geworfen zu werden, gilt es, die <em>innere</em> Sicherheit zu stärken.</strong> Das bedeutet vor allem, das Nervensystem zu regulieren, sodass es echte und vermeintliche Gefahren besser unterscheiden und Neues &#8211; also auch Abenteuer &#8211; gut verarbeiten kann, ohne dadurch vor Überforderung in einen Abwehr- oder Shutdown-Modus zu geraten.</p>



<p>Das funktioniert vor allem über die Reduktion von Reizen und über die Erfüllung der körperlichen Bedürfnisse: <strong>Wenn weniger Reize von außen auf die Sinne einprasseln, können wir bewusster darauf achten, was <em>in</em> uns vorgeht</strong> &#8211; körperlich wie mental.</p>



<p>Gerade bei den körperlichen Bedürfnissen haben wir einen großen Hebel: Je genauer wir sie wahrnehmen, desto besser können wir sie erfüllen. Dann melden die inneren Alarmsysteme weniger Gefahrenpotential an das zentrale Nervensystem und es hat mehr freie Kapazität, um die Dinge anzugehen, die Herausforderungen mit sich bringen. Wie eben alles Neue, der berühmte Schritt raus aus der Komfortzone &#8211; und auch das eine oder andere Abenteuer.</p>



<p>Kurz gesagt: <strong>Während Abenteuer und Sicherheit sich auf den ersten Blick zu widersprechen scheinen, ist Sicherheit in Wahrheit die <em>Voraussetzung</em> dafür, Abenteuer zu erleben! </strong>Jedenfalls dann, wenn wir von Abenteuern nicht komplett aus der Bahn geworfen werden und uns nach jedem kleinen Abenteuer erstmal wochenlang erholen müssen wollen.</p>



<p>Nur eben eine andere <em>Art</em> der Sicherheit als die, die uns gesellschaftlich (zumindest mal hier im deutschen Kulturkreis) vorgelebt wird.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Meine persönliche Sicht auf Sicherheit</h2>



<p>Für mich hatte “Sicherheit” lange ein echt uncooles Image. Die Menschen, die Sicherheit als einen ihrer höchsten Werte leben, waren meiner Ansicht nach schlicht und einfach Spießer.<br>Arrogant much?</p>



<p>Mittlerweile habe ich &#8211; glaube ich <img alt="😄" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" consent-original-src-_="https://s.w.org/images/core/emoji/16.0.1/72x72/1f604.png" consent-required="902" consent-by="services" consent-id="903"/> &#8211; zwei Dinge verstanden:</p>



<ol class="wp-block-list">
<li>Es gibt Menschen, die mit 9-to-5-Job und unaufgeregtem Leben in ihrem Vorstadthäuschen <em>wirklich</em> zufrieden sind &#8211; auch, wenn es außerhalb <em>meiner</em> Vorstellung liegt, weil in einem solchen Lebensentwurf einige <em>meiner</em> Werte (wie Abenteuer) keinen Platz haben (oder zu haben scheinen).</li>



<li><strong>Sicherheit ist DAS menschliche Grundbedürfnis</strong> &#8211; ohne Sicherheit geht nichts. Wer bin ich also, Menschen dafür zu verurteilen, die nach Sicherheit streben? Ich bin eben ziemlich privilegiert und in großer Sicherheit &#8211; vor allem, was äußere Sicherheitsfaktoren angeht &#8211; aufgewachsen. Viele andere hatten nicht das Glück. Und selbst wenn: andere Werte = andere Lebensentwürfe. Und das ist ok! Ich wünsche mir, dass alle ihr bestes Leben leben &#8211; wie das individuell aussieht, kann ich nun mal nicht beurteilen und keinesfalls ist mein Lebenswurf irgendwie besser als davon abweichende.</li>
</ol>



<p>Meine wichtigste Erkenntnis im Hinblick auf Sicherheit ist jedoch die <strong>Unterscheidung zwischen Sicherheit im Außen und im Innen</strong>. Je mehr ich z. B. über das Nervensystem lerne, desto mehr sehe ich auch: <strong>Ich musste mir nie viele Gedanken über meine äußere Sicherheit machen &#8211; aber im Inneren sah es oft anders aus.</strong></p>



<h2 class="wp-block-heading">Was Sicherheit und Abenteuer für mich früher bedeuteten</h2>



<p>Ein gewisses Urvertrauen wurde mir in die Wiege gelegt, ich war schon immer überzeugt davon, dass am Ende alles gut ausgeht, was immer ich auch anpacke.</p>



<p>Doch wer sich meine Geschichte anschaut, wird z. B. erkennen, dass ich mir selbst bzw. meinen Stärken und Fähigkeiten lange kaum vertraut habe und damit immer noch ab und zu “struggle”.<br>Lange Zeit kannte ich mich selbst kaum! Ich hatte mich total von mir entfremdet, weil mein Nervensystem überfordert war und lieber mal auf Distanz ging, damit ich nicht völlig kollabierte.</p>



<p>Zu dieser Zeit suchte ich sowohl Sicherheit als auch Abenteuer eher im Außen:</p>



<p><strong>Sicherheit suchte ich vor allem in Beziehungen</strong> &#8211; was mir oft genug komplett um die Ohren flog, wenn eine solche Beziehung, die (vermutlich auf beiden Seiten) auf alten Traumata fußte statt auf echter Verbindung, mal wieder in die Brüche ging. Aber auch in meiner Berufswahl ging ich sehr konservativ nach dem Motto “lern was G’scheits” vor, studierte BWL und schnappte mir einen &#8222;sicheren&#8220; Job.</p>



<p><strong>Meinen Abenteuerdurst stillte ich</strong> z. B. durch Feiern, gerne mit (viel) Alkohol und Jungsgeschichten… <strong>vor allem aber dadurch, dass ich <em>weg</em> wollte</strong>: Erst weg von zu Hause, dann weg von meinem damaligen Freund, dann ans andere Ende der Welt (in jede Richtung einmal). Zuletzt dann 2019/20 weg von meinem Arbeitgeber und (nach einer Auszeit) rein in das Abenteuer Selbstständigkeit.<br><strong>Besonders beim Reisen lebte ich eine Art von Abenteuer, die ich heute so nicht mehr angehen würde</strong> &#8211; und die mich auch damals total überforderte, wie ich rückblickend weiß: Die klassischen Backpacking-Touren mit möglichst vielen Zielen in möglichst wenig Zeit, also 3-4 Wochen am Stück unterwegs sein und maximal 2-3 (selbstverständlich prall gefüllte) Tage am selben Ort.</p>



<p>Manche dieser Entscheidungen waren echt ungesund, andere sehr gut für mich. Und <strong>alle haben sie mich zu der Person gemacht, die ich heute bin</strong> &#8211; ich bereue nichts <img alt="😁" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" consent-original-src-_="https://s.w.org/images/core/emoji/16.0.1/72x72/1f601.png" consent-required="902" consent-by="services" consent-id="903"/></p>



<p>Vor allem kann ich heute durch all diese Erfahrungen klar(er) sehen, wie ich Sicherheit und Abenteuer <em>heute</em> für mich definiere und leben möchte!</p>



<h2 class="wp-block-heading">Sicherheit: eine (neue) Definition</h2>



<p>Heute würde ich Sicherheit ungefähr so definieren:</p>



<p>Sicherheit ist das Wissen und Vertrauen, physisch und psychisch unversehrt zu bleiben. Der Zustand, keiner unmittelbaren Gefahr für Leib und Leben ausgesetzt zu sein, ein sicheres Umfeld zu haben und mich entfalten zu können.</p>



<p>Der wichtigste Faktor für <em>echte</em> Sicherheit ist dabei die <em>innere</em> Sicherheit:</p>



<p>Das Wissen und das Vertrauen, dass alles gut wird, ich mit allem irgendwie umgehen kann, Unterstützung habe oder in der Lage bin, welche zu finden, aber auch alleine handlungsfähig bin &#8211; selbst <em>wenn</em> ich Herausforderungen oder gefährlichen Situationen gegenüber stehe! <strong>Das Wissen und das Vertrauen, dass ich genug <em>kann</em>, genug <em>habe</em> und genug <em>bin</em>, um mit Herausforderungen umzugehen</strong> oder, wie ich es gerne sage, die Stürme des Lebens zu meistern.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Wie ich Sicherheit und Abenteuer 2023 (er)leben will</h2>



<h3 class="wp-block-heading">Mikro-Abenteuer erleben</h3>



<p>Ich will dieses Jahr (noch mehr) <strong>meine Umgebung erkunden</strong> &#8211; sogenannte “Mikro-Abenteuer” erleben. Dafür habe ich im letzten Jahr (und sowieso mit unserem Umzug hierher) eine wunderbare Grundlage geschaffen. Ich war nämlich eigentlich nie ein großer Fan von Spaziergängen oder gar Wanderungen &#8211; und trotzdem schon immer sehr naturverbunden.</p>



<p>Wie das geht? Nun ja, ich bin in einem 200-Seelen-Dorf mitten im Pfälzerwald aufgewachsen. Aus jedem Fenster bot sich ein Blick auf wunderschöne Natur und ich musste nur mein Zimmerfenster öffnen, um quasi im Wald zu sein. Ab und zu war ich auch mal in den Wäldern und auf den Wiesen unterwegs, aber meistens tatsächlich in meinem Zimmer, am Lesen, mit wunderbarster Ruhe und frischer Luft. <strong>Ich musste nirgendwohin, um draußen zu sein </strong><img alt="😀" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" consent-original-src-_="https://s.w.org/images/core/emoji/16.0.1/72x72/1f600.png" consent-required="902" consent-by="services" consent-id="903"/></p>



<p>Das verhält sich an unserem jetzigen Wohnort anders. So richtige Ruhe gibt es hier nur nachts, wenn mal nicht die ganzen Autos am Haus vorbeifahren. Ich genieße unseren Balkon, der zum geschützten Hinterhof rausgeht. Aber um die Ruhe und Naturnähe (oder eher das mitten-in-der-Natur-Sein) zu erleben, nach der sich alles in mir so oft sehnt, muss ich mindestens ein paar Schritte gehen, wenn nicht sogar an einen Ort fahren, wo es insgesamt ruhiger ist.</p>



<p>Beides möchte ich dieses Jahr (noch) öfter tun: <strong>Mehrmals pro Woche hier rausgehen und die Natur entdecken und mehrmals pro Monat z. B. in meinen Heimatort oder an einen ähnlich ruhigen Ort in der Umgebung fahren und die Stille genießen.</strong></p>



<p>Dabei geht es mir nicht darum, möglichst viele Kilometer zu laufen, möglichst viele unbekannte Orte mal kurz zu sehen o. Ä. &#8211; sondern darum, <strong>einen Ort wirklich in der Tiefe zu erfahren</strong>. Und das geht am besten langsam bzw. mit Zeit zum Stehenbleiben &#8211; oder Hinsetzen &#8211; und Wahrnehmen. Mit allen Sinnen.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full is-resized"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" src="https://i0.wp.com/wunderland-coaching.de/wp-content/uploads/2023/01/97E87F55-DD81-4099-820B-46051C490419_1_201_a.jpeg?resize=449%2C600&#038;ssl=1" alt="Auch ein Bestandteil von Mikro-Abenteuern: für interessante Wege mal dreckige Schuhe oder nasse Füße riskieren" class="wp-image-2303" style="width:449px;height:600px" width="449" height="600" srcset="https://i0.wp.com/wunderland-coaching.de/wp-content/uploads/2023/01/97E87F55-DD81-4099-820B-46051C490419_1_201_a.jpeg?w=599&amp;ssl=1 599w, https://i0.wp.com/wunderland-coaching.de/wp-content/uploads/2023/01/97E87F55-DD81-4099-820B-46051C490419_1_201_a.jpeg?resize=225%2C300&amp;ssl=1 225w" sizes="auto, (max-width: 449px) 100vw, 449px" /><figcaption class="wp-element-caption">Auch ein Bestandteil von Mikro-Abenteuern: für interessante Wege mal dreckige Schuhe oder nasse Füße riskieren <img alt="🙂" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" consent-original-src-_="https://s.w.org/images/core/emoji/16.0.1/72x72/1f642.png" consent-required="902" consent-by="services" consent-id="903"/></figcaption></figure></div>


<h3 class="wp-block-heading">Durch Mikro-Abenteuer innere Sicherheit schaffen</h3>



<p>Durch das Wahrnehmen und die Naturverbindung tue ich genialerweise gleichzeitig etwas für mein Nervensystem &#8211; und sorge für innere Sicherheit!</p>



<p>Zum einen sende ich durch das Zeitnehmen und Langsammachen ein Signal an mein Nervensystem: Hier herrscht kein Stress, keine Gefahr. Ich habe alle Zeit der Welt und kann mich entspannen.</p>



<p>Zum anderen wirken die ätherischen Öle v. a. des Waldes zusätzlich beruhigend auf das ganze System und aktivieren den Parasympathikus.</p>



<p>Hinzu kommen die natürlichen, ruhigen Farben natürlicher Landschaften und ihre so anderen Geräuschkulissen: Meeresrauschen, Vogelgezwitscher, Regenprasseln, Bachplätschern oder das Wogen der Baumwipfel im Wind statt Räder auf Beton, Motorengeräusche, Handyklingeln (echt mal, bitte einfach lautlos schalten <img alt="😅" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" consent-original-src-_="https://s.w.org/images/core/emoji/16.0.1/72x72/1f605.png" consent-required="902" consent-by="services" consent-id="903"/>) usw.</p>



<p><strong>All das wirkt beruhigend auf den Organismus und bringt uns Stück für Stück auch zurück zu unserer eigenen Natur.</strong></p>



<p>Dadurch lernen wir &#8211; oder erinnern uns vielmehr daran -, dass alles seinen natürlichen Fluss hat und es eigentlich komplett unsinnig ist, sich so einen Dauerstress zu machen, wie es in unserer modernen Welt oft der Fall ist. <strong>Ständige, konstante Leistung und Erreichbarkeit, immer auf der Suche nach dem nächsten Hoch, um das Gefühl zu lindern, nie genug zu sein &#8211; dieser Druck macht erwiesenermaßen krank.</strong> Er ist es, der unser Nervensystem in Dauer-Alarmbereitschaft versetzt!</p>



<p>Zeit in der Natur wirkt dem entgegen &#8211; und wenn wir bei solchen Natur-Auszeiten bzw. Mikro-Abenteuern ab und zu mal neue Wege gehen, trainiert das wiederum das Nervensystem: <strong>in sicherer, reizarmer Umgebung Unbekanntes zu erforschen ist ein wunderbares Training für größere Abenteuer und Veränderungen!</strong></p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large is-resized"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" src="https://i0.wp.com/wunderland-coaching.de/wp-content/uploads/2023/01/IMG_3043-edited.jpeg?resize=450%2C600&#038;ssl=1" alt="mein &quot;im Wald aufgetankt&quot;-Gesicht" class="wp-image-2309" style="width:450px;height:600px" width="450" height="600" srcset="https://i0.wp.com/wunderland-coaching.de/wp-content/uploads/2023/01/IMG_3043-edited.jpeg?w=600&amp;ssl=1 600w, https://i0.wp.com/wunderland-coaching.de/wp-content/uploads/2023/01/IMG_3043-edited.jpeg?resize=225%2C300&amp;ssl=1 225w" sizes="auto, (max-width: 450px) 100vw, 450px" /><figcaption class="wp-element-caption">mein &#8222;im Wald aufgetankt&#8220;-Gesicht</figcaption></figure></div>


<h3 class="wp-block-heading">Weitere Abenteuer für mein 2023</h3>



<p>Auch ein paar größere Abenteuer stehen für mich 2023 auf dem Plan:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>unsere <strong>Hochzeitsfeier</strong> Ende Mai und alles, was dafür zu planen ist</li>



<li>unsere <strong>Flitterwochen</strong> Ende des Jahres &#8211; endlich mal wieder eine größere Reise planen, diesmal mit einem ausgewogenen Mix aus spannenden Eindrücken und entspannenden Ruhezeiten</li>



<li>all das Neue, das mir mit <strong>Wunderland Coaching</strong> begegnen wird: in Q1 liegt mein Fokus auf der Kommunikation &#8211; ich werde Website und Angebote überarbeiten, meinen <a href="https://wunderland-coaching.de/wunderletter/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Newsletter</a> wiederbeleben, meine Blog-Schreibroutine entwickeln, mit mehr Fokus und Planung Social-Media-Beiträge kreieren, neue Vertriebswege ausprobieren und mit neuen Kund*innen arbeiten.<br><strong>Mit meinen Herzensangelegenheiten rauszugehen in die Welt, ist schließlich auch immer wieder ein Abenteuer!</strong> Und wer weiß, was die drei weiteren Quartale noch bringen werden!</li>
</ul>



<ul class="wp-block-list">
<li>mein zweites Herzensprojekt <strong>“Marie-Elisabeth Hirsch &#8211; Lektorat &amp; Korrektorat”</strong>, dem ich auch endlich richtig Leben einhauchen werde: Ich habe schon eine lange Liste an Content-Ideen und weiß, damit kann ich geschätzten Kolleg*innen, aber auch Menschen aus ganz anderen Branchen helfen!</li>



<li>kurz- oder vielleicht sogar langfristig zusätzliche, <strong>neue berufliche Wege</strong> (in Teilzeit), denn vor allem mit den ersten beiden oben genannten Abenteuern kommen schließlich auch ein paar Kosten auf uns zu.</li>



<li>und nicht zuletzt all das, <strong>was das Leben so an ungeplanten und unplanbaren Abenteuern für mich bereithält!</strong></li>
</ul>



<p>Vielleicht nicht in diesem, aber spätestens im nächsten Jahr habe ich außerdem riesige Lust auf einen <strong>Gleitschirmflug über den Pfälzerwald</strong>. Die “Duttefliecher” beobachte ich hier in der Gegend des Öfteren und stelle mir die Aussicht von oben über meine wunderschöne Heimat einfach grandios vor! (Und eigentlich träume ich seit meinem Tandemflug vor fast genau 10 Jahren in Queenstown, Neuseeland davon, wieder in die Lüfte zu steigen <img alt="🪂" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" consent-original-src-_="https://s.w.org/images/core/emoji/16.0.1/72x72/1fa82.png" consent-required="902" consent-by="services" consent-id="903"/>)</p>



<h3 class="wp-block-heading">Meine Art der Sicherheit für mein 2023</h3>



<p>Wie sicherlich im Verlauf des Artikels schon deutlich wurde, steht für mich in diesem Jahr vor allem die <strong>innere Sicherheit</strong> im Vordergrund.</p>



<p>Zu diesem Zweck werde ich noch mehr über das <strong>Nervensystem</strong> lernen &#8211; was wiederum in meine Coachings einfließen wird, wie z. B. in das 7-Wochen-Programm “<a href="https://www.copecart.com/products/c211d0b8/checkout" target="_blank" rel="noreferrer noopener">sicher in dir</a>”.</p>



<p>Und natürlich werde ich mich meinem eigenen Nervensystem widmen &#8211; durch konkrete Übungen und vor allem durch <strong>Zeiten der Ruhe, der Stille und des nach-innen-Lauschens</strong>. Das heißt:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>mich um meine <strong>Grundbedürfnisse</strong> kümmern: essen, wenn ich Hunger habe (das vergesse ich manchmal, wenn ich so “im Modus” bin), trinken, wenn ich Durst habe (bzw. schon vorher; hier bin ich schon auf einem sehr guten Weg), aufs Klo gehen, wenn ich muss (auch daran, das genauer wahrzunehmen, darf ich noch arbeiten!), schlafen, wenn ich müde bin (die wohl größte Herausforderung für mich).</li>



<li><strong>weniger Zeit auf Social Media</strong> und generell am Handy / Bildschirm verbringen</li>



<li>mehr <strong>Bewegung</strong> (vor allem Spaziergänge (Mikro-Abenteuer <img alt="😍" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" consent-original-src-_="https://s.w.org/images/core/emoji/16.0.1/72x72/1f60d.png" consent-required="902" consent-by="services" consent-id="903"/>), Yoga, aber auch mal tanzen, schütteln, Stretching und Kräftigung abseits von Yoga)</li>



<li><strong>meditieren</strong> (geführt oder “einfach nur” Zeit in Stille verbringen)</li>



<li><strong>Atemübungen</strong></li>



<li><strong>Journaling</strong></li>



<li>und, hätte nie gedacht, dass ich das mal sagen würde: ein wenig <strong>mehr Struktur</strong>. Vor allem in meiner Arbeitsweise (z. B. Content-Planung), aber auch bei manchen Dingen, die mir privat wichtig sind, wie Kontakte zu lieben Menschen und Quality Time.</li>
</ul>



<p>Zusätzlich zur inneren Sicherheit wurde mir allerdings im Laufe des letzten Jahres klar, dass ich auch auf einen gewissen <em>äußeren</em> Sicherheitsfaktor achten sollte: die <strong>finanzielle Sicherheit</strong>.</p>



<p>Es ist schon so, dass ich durch meinen Sprung in die Selbstständigkeit diese Säule ganz gehörig ins Wanken gebracht habe. Ich bin unendlich dankbar für das Privileg, dass ich das &#8211; dank meiner Familie, die mich unterstützt &#8211; so machen konnte, ohne meine Existenz zu ruinieren.</p>



<p>Obwohl die Umsätze mit Wunderland Coaching auch im zweiten Business-Jahr sehr weit von meinen Wunsch-Umsätzen oder auch nur einer annähernden Existenzsicherung entfernt lagen, glaube ich weiterhin an mein “Business-Baby”, an meine Vision und vor allem meine Mission, Menschen darin zu unterstützen, <em>ihr</em> Leben zu leben, statt nur ein Spielball der Erwartungen anderer oder der Gesellschaft zu sein.</p>



<p>UND ich habe festgestellt, wie mir der finanzielle Druck immer wieder dabei in die Quere kam, diese Mission mit voller Kraft und Ruhe in die Welt zu bringen. Wie weiter oben beschrieben, war mein Nervensystem einfach zu oft mit Existenzängsten beschäftigt, um meiner Kreativität freien Lauf lassen und mit Selbstsicherheit und -vertrauen meine Message konstant und auf meine Weise rüberbringen zu können.</p>



<p>Das Ausmaß an (drohender) äußerer Unsicherheit torpedierte auch meine innere Sicherheit. <strong>Wenn es um Existenzängste geht, ist für das Nervensystem nämlich Schluss mit lustig</strong> und aktuell gibt es einfach sehr wenig, was ich seinen Gefahrenmeldungen diesbezüglich entgegensetzen könnte.</p>



<p>Von dieser Erkenntnis rührt der Punkt, den ich auch schon in meiner “Abenteuer-Auflistung” genannt habe: <strong>neue, zusätzliche Teilzeit-berufliche Wege</strong>. Noch vor einem Jahr habe ich mich dagegen komplett versperrt &#8211; aus Angst, dann nicht mehr genügend Energie für meine eigenen Projekte übrig zu haben.</p>



<p>Heute bin ich mir sicher, dass ich in den letzten drei Jahren so gut mit mir gearbeitet habe, dass ich mit meiner Energie mittlerweile gut genug haushalten kann &#8211; und dass eine, ja, <em>sichere</em> Einnahmequelle so viel Druck von mir nehmen würde, dass ich insgesamt sogar wieder <em>mehr</em> Energie zur Verfügung hätte.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Fokus</h2>



<p>Nicht zuletzt ist es auch eine <strong>Frage des <em>Fokus</em>, meine Energie so zu lenken, dass sie genau in die Dinge fließt, die mir gut tun und die mich voranbringen.</strong></p>



<p>Deshalb ist <em>Fokus</em> mein zusätzliches Wort für 2023, das mich vor allem durch mein berufliches Jahr begleiten und geleiten darf.</p>



<p><strong>Abenteuer, (innere) Sicherheit und Fokus</strong> sind es also bei mir &#8211; was sind deine Themen für das neue Jahr? Lass’ es mich gerne wissen, ich freu’ mich, von dir zu hören!</p>



<p>Deine</p>



<figure class="wp-block-image size-full is-resized"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" src="https://i0.wp.com/wunderland-coaching.de/wp-content/uploads/2022/12/Namenszug-Blog.png?resize=270%2C56&#038;ssl=1" alt="" class="wp-image-1898" style="width:270px;height:56px" width="270" height="56" srcset="https://i0.wp.com/wunderland-coaching.de/wp-content/uploads/2022/12/Namenszug-Blog.png?w=540&amp;ssl=1 540w, https://i0.wp.com/wunderland-coaching.de/wp-content/uploads/2022/12/Namenszug-Blog.png?resize=300%2C62&amp;ssl=1 300w" sizes="auto, (max-width: 270px) 100vw, 270px" /></figure>



<div style="height:48px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p>P. S.: Für deine innere Sicherheit zu sorgen, lege ich dir übrigens ohnehin wärmstens ans Herz, egal, was du sonst noch so vor hast <img alt="🙂" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" consent-original-src-_="https://s.w.org/images/core/emoji/16.0.1/72x72/1f642.png" consent-required="902" consent-by="services" consent-id="903"/></p>



<p>Wenn du das in Begleitung tun möchtest, <a href="https://meet.sendinblue.com/marie-elisabeth-hirsch?t=0&amp;l=kennenlerngespraech" target="_blank" rel="noreferrer noopener">meld’ dich gerne bei mir!</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://wunderland-coaching.de/abenteuer-und-sicherheit-motto-2023/">Abenteuer und Sicherheit: mein Motto für 2023. Und wie passt das zusammen?</a> erschien zuerst auf <a href="https://wunderland-coaching.de">Wunderland Coaching</a>.</p>
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