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	<title>Lesen Archive - Wunderland Coaching</title>
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	<description>Coaching für Selbstwert und SelbstBewusstsein</description>
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		<title>Gewohnheiten, Teil 2: vom Großen ins Kleine</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Marie-Elisabeth Hirsch]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 07 Nov 2020 16:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gewohnheiten]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Dieses Jahr, in dem ich das hier schreibe, hat es ganz schön in sich. Es liegt Veränderung in der Luft; es gibt viele Umstände, an die wir uns neu gewöhnen müssen, die uns vielleicht nicht gerade super gut gefallen. Es passiert viel in der Welt. Mit all dem müssen wir wohl oder übel irgendwie umgehen.&#8230;&#160;<a href="https://wunderland-coaching.de/gewohnheiten-teil-2/" rel="bookmark">Weiterlesen &#187;<span class="screen-reader-text">Gewohnheiten, Teil 2: vom Großen ins Kleine</span></a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://wunderland-coaching.de/gewohnheiten-teil-2/">Gewohnheiten, Teil 2: vom Großen ins Kleine</a> erschien zuerst auf <a href="https://wunderland-coaching.de">Wunderland Coaching</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p>Dieses Jahr, in dem ich das hier schreibe, hat es ganz schön in sich. Es liegt Veränderung in der Luft; es gibt viele Umstände, an die wir uns neu gewöhnen müssen, die uns vielleicht nicht gerade super gut gefallen. Es passiert viel in der Welt. Mit all dem müssen wir wohl oder übel irgendwie umgehen. Das Wichtigste ist also, dass wir uns gut um uns selbst und umeinander kümmern. Und zwar &#8211; meiner Meinung nach &#8211; zuerst um uns selbst, denn (nur) dann haben wir langfristig die nötige Energie, um uns um andere zu kümmern.</p>



<p><strong>Wie gelingt uns das?</strong></p>



<p>Indem wir uns jeden Tag aufs Neue fragen: „Was brauche ich jetzt?” &#8211; meine absolute Lieblingsfrage seit einiger Zeit (wer mir auf Instagram folgt, kennt sie wahrscheinlich schon <img alt="🙂" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" consent-original-src-_="https://s.w.org/images/core/emoji/16.0.1/72x72/1f642.png" consent-required="902" consent-by="services" consent-id="903"/> ). Und damit verbunden: Wie geht es mir <em>wirklich</em>? Wie fühle ich mich? Was denke ich? Was tue ich? Dient mir das? Wie <em>möchte</em> ich mich fühlen? Was kann ich tun, um dem ein Stück näher zu kommen?</p>



<p>Oder anders gefragt: Welche neuen Gewohnheiten brauche ich, um mich gut zu fühlen?</p>



<p>Hier sprechen wir dann oft von „guten” Gewohnheiten. Und mir ist an dieser Stelle wichtig, anzumerken: <strong>„gut” ist subjektiv</strong>. Es kann für jede*n etwas ganz anderes bedeuten. Im Folgenden teile ich mit dir, welche Gewohnheiten <em>mir</em> gut tun. Natürlich kann ich dir empfehlen, sie mal auszuprobieren &#8211; aber verurteile mich nicht, wenn sie nichts für dich sind. Und verurteile schon gar nicht dich selbst! Ich habe auch schon vieles ausprobiert und verworfen. Ich probiere ständig Neues aus und schaue, ob es mir gut tut. Und wenn nicht, dann lasse ich es wieder. Ich versuche, mit Spaß an die Sache ranzugehen, denn das Ziel ist ja, mich gut zu fühlen, und das funktioniert für mich nicht mit zu viel Druck.</p>



<p>Also: Was sind denn nun die Gewohnheiten, die ich für mich etabliert habe oder dabei bin, zu etablieren? Und warum?</p>



<p>Ich hangele mich dafür mal an der Struktur von <a rel="noreferrer noopener" href="https://www.genialokal.de/Produkt/Gary-Keller-Jay-Papasan/The-One-Thing_lid_32844289.html" target="_blank">„The One Thing”</a><sup>1</sup> und <a href="https://www.goalifyapp.com">Goalify</a><sup>2</sup> (mehr dazu im Artikel <a href="https://wunderland-coaching.de/allgemein/gewohnheiten-teil-1-wieso-weshalb-warum/" data-type="post" data-id="274" target="_blank" rel="noreferrer noopener">„Gewohnheiten, Teil 1”</a>) entlang und gehe vom Großen ins Kleine.</p>



<p><em>Kurzer Hinweis: Im Verlauf des Artikels teile ich einige Empfehlungen und Ressourcen, teilweise auch in Form von Links. Ich werde hierfür nicht bezahlt und bekomme auch keine sonstige Gegenleistung. Es handelt sich einfach um Empfehlungen, die von Herzen kommen, weil sie mir persönlich sehr geholfen haben oder immer noch helfen. Somit handelt es sich bei allen Links um unbezahlte Werbung.</em> <em>Ich verlinke auf genialokal.de, wo du mit jedem Kauf den lokalen Buchhandel unterstützt (mehr dazu unter <a rel="noreferrer noopener" href="https://www.genialokal.de/Ueber-uns/" target="_blank">https://www.genialokal.de/Ueber-uns</a>).</em></p>



<p><em>Die Empfehlungen findest du außerdem auch nochmal gesondert am Ende des Artikels.</em></p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Reflexion und Fokus</strong></h2>



<p>Noch bevor ich „The One Thing” kannte, habe ich 2019 zum ersten Mal einen strukturierten <strong>Jahresrückblick</strong> gemacht und mir anschließend grob überlegt, unter welchem Zeichen dieses Jahr 2020 stehen sollte. Passenderweise lautet meine Überschrift für 2020 <em>Neuanfang</em>! Dieser Rück- und Vorausblick soll mich auch weiterhin begleiten, denn er führte mir nicht nur vor Augen, was ich im vergangenen Jahr alles geschafft und erlebt hatte, sondern gab mir auch einen <strong>Fokus für das neue Jahr</strong> und ließ mich voller Vorfreude in 2020 starten &#8211; jenseits von „guten Vorsätzen”, aus denen dann doch nichts wird.</p>



<p><strong>Einmal im Monat</strong>, und zwar zu Beginn eines neuen Monats, reflektiere ich den vergangenen und plane den angebrochenen Monat (grob). Ich liebe dafür die <strong>Monats-Journal-Sessions von <a rel="noreferrer noopener" href="https://maxineschiffmann.de" target="_blank">Maxine Schiffmann</a></strong><sup>3</sup>. Die Aufzeichnungen gibt es in ihrem <a rel="noreferrer noopener" href="https://maxineschiffmann.de/podcast/" target="_blank">Podcast</a><sup>4</sup>, eine noch kompaktere Version in <a rel="noreferrer noopener" href="https://www.instagram.com/p/CFweCtFKjaJ/?utm_source=ig_web_copy_link" target="_blank">diesem Instagram-Post</a><sup>5</sup> von ihr. Zwar heißt Maxines Podcast mittlerweile „Business Journal Podcast”, lässt sich aber genauso gut für private Themen nutzen. In der Monatsreflexion geht es darum, Prioritäten und einen Fokus für den neuen Monat zu setzen, um Klarheit und Zuversicht zu gewinnen. Mir gibt das das Gefühl, endlich nicht mehr planlos umherzuirren &#8211; und der Rückblick ist immer schön, denn wir unterschätzen und ganz gerne mal selbst. Wenn ich mir meine Erfolge so vor Augen führe, bin ich oft selbst überrascht und stolz auf mich &#8211; und das ist ein tolles Gefühl.</p>



<p>Etwas ähnliches mache ich auch wöchentlich, und auch mit Maxine Schiffmann, nämlich ihrer <strong><a rel="noreferrer noopener" href="https://podcasts.apple.com/de/podcast/wochen-reflexion-klar-fokussiert-in-die-neue-woche-starten/id1303183209?i=1000474177486" target="_blank">Wochen-Reflexion</a></strong><sup>6</sup> <img alt="🙂" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" consent-original-src-_="https://s.w.org/images/core/emoji/16.0.1/72x72/1f642.png" consent-required="902" consent-by="services" consent-id="903"/> Die mache ich in der Regel sonntags gegen Nachmittag/Abend oder montags als erstes (nach meiner Morgenroutine). Damit kann ich mich wunderbar für die neue Woche ausrichten und behalte den Überblick, indem ich drei „Projekte” zur Priorität erkläre (manchmal noch ein viertes als „Bonus”), die jeweiligen Schlüsselaktivitäten bestimme und mir außerdem überlege, welche Hürden mir begegnen und wie ich sie meistern kann.</p>



<p>Ich schreibe bewusst „Projekte” in Anführungszeichen, weil ich hier bei Weitem nicht nur Dinge in den Fokus nehme, die man klassischerweise so bezeichnen würde. Ich mache keinen Unterschied zwischen privaten und beruflichen Projekten und so kommt es oft vor, dass zum Beispiel meine Gesundheit als „Projekt” in der Wochenreflexion auftaucht. Oder ich habe drei Projekte definiert, beispielsweise den Blog, meine Coaching-Ausbildung und den Frühjahrsputz, und nehme meine Gesundheit oder „Selfcare” als Bonus-Projekt mit auf.</p>



<p>Denn sowas in der Richtung ist fast jede Woche dabei, weil ich für mich gelernt habe, dass es einfach das Wichtigste ist: Wie soll ich auch nur irgendetwas nachhaltig gut erledigen können, wenn es mir dabei selbst nicht gut geht? Und in aller Regel kümmert sich darum niemand anderes &#8211; ich selbst bin dafür verantwortlich, dafür zu sorgen. Also muss ich das ggf. auch gegenüber anderen (Familie, Kollegen, Chef,&#8230;) vertreten. Aber gut, das ist ja hier eigentlich nicht das Thema. (Oder doch&#8230;? <img alt="😉" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" consent-original-src-_="https://s.w.org/images/core/emoji/16.0.1/72x72/1f609.png" consent-required="902" consent-by="services" consent-id="903"/> )</p>



<p>Alles Weitere, was ich auf wöchentlicher Basis tue, versuche zu tun oder eben auch nicht (zu häufig) zu tun, lässt sich grob in drei Kategorien unterteilen: Haushalt, körperliche Gesundheit und mentale Gesundheit.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Das Bisschen Haushalt&#8230;</strong></h2>



<p>Fangen wir mal mit dem vermeintlich „Einfachsten” an: dem <strong>Haushalt</strong>.</p>



<p>Weder ich noch mein Freund putzen gerne. Dazu kommt, dass ich eine kleine Chaotin bin &#8211; innerlich und äußerlich. Soll heißen: <strong>Wenn ich irgendwo eintreffe, sieht es meistens nach 5 Minuten so aus, als würde ich da wohnen.</strong> Die Jacke hängt über einem Stuhl, meine Tasche liegt auf dem Sofa rum, mein Handy auf dem Esstisch, der Schal wenn’s gut läuft auf dem gleichen Stuhl wie die Jacke, manchmal aber auch auf einem eigenen. Ich mache das nicht absichtlich, aber es fällt mir doch immer öfter auf. Und da ich die Dinge dann auch nicht unbedingt am gleichen Tag wieder wegräume (oder in der gleichen Woche…), addiert sich das Ganze dann auch noch auf. Schon früher sah mein Zimmer regelmäßig aus, als hätte eine Bombe eingeschlagen. <strong>Ich bin schon besser geworden. Aber es ist ein Prozess.</strong></p>



<p>Ich mag diese Unordnung oft selbst nicht. Ich glaube kaum, dass ich mich in einem klinisch sauberen Raum so richtig wohlfühlen würde, aber ich wünsche mir oft, ich wäre ordentlicher. Und der Gedanke stresst mich! <strong>Wenn ich mich umsehe und es tausend Ecken gibt, an denen ich anfangen könnte, dann bin ich schnell überfordert, werfe das Handtuch und mache gar nichts.</strong> Und dann ärgere ich mich noch mehr über mich und es wird immer unordentlicher &#8211; ein wahrer Teufelskreis.</p>



<p>Das ging mir sogar während meiner Auszeit so: Vorher konnte ich es mir ja noch erklären &#8211; schließlich war ich durchschnittlich 10 Stunden am Tag gar nicht zu Hause und hatte wenig Bock, Feierabend und Wochenende auch noch mit Aufräumen oder Putzen zu verbringen. Dann war ich plötzlich 24 Stunden am Tag zu Hause (ca. 14 davon wach <img alt="😉" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" consent-original-src-_="https://s.w.org/images/core/emoji/16.0.1/72x72/1f609.png" consent-required="902" consent-by="services" consent-id="903"/> ) und schaffte es trotzdem nicht! Das hat mich echt fertig gemacht.</p>



<p>Der rettende Tipp kam &#8211; wie so oft &#8211; von meiner Mama: <strong>Erkläre einen Tag zum Putztag und putze auch </strong><strong><em>nur</em></strong><strong> dann.</strong> Das hat für mich total den Druck rausgenommen. Ich habe den Mittwoch(mittag) zum Putztag erklärt und konnte daraufhin z.B. montags guten Gewissens sagen: „Es ist okay, dass die Küche furchtbar aussieht. Ich weiß, dass ich sie am Mittwoch putzen werde.” Vorbei mit dem ständigen „Ich sollte jetzt doch besser dies wegräumen und das spülen.” Danke, Mama <img alt="🙂" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" consent-original-src-_="https://s.w.org/images/core/emoji/16.0.1/72x72/1f642.png" consent-required="902" consent-by="services" consent-id="903"/></p>



<p class="has-text-align-left">Zugegebenermaßen habe ich das in den letzten Wochen wieder schleifen lassen, da der Mittwoch nicht mehr gepasst hat.</p>



<p class="has-text-align-center has-neve-link-color-background-color has-text-color has-background" style="color:#ffffff">To-Do für mich also: Einen neuen Putztag definieren!</p>



<p>Generell ist es natürlich sinnvoll, Dinge auch (relativ) direkt wieder wegzuräumen. Für viele mag das ganz selbstverständlich klingen. Aber wenn ich gekocht und lecker gegessen habe, denke ich an Chillen auf dem Sofa und nicht an Aufräumen und Abspülen <img alt="😀" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" consent-original-src-_="https://s.w.org/images/core/emoji/16.0.1/72x72/1f600.png" consent-required="902" consent-by="services" consent-id="903"/> Das ist also auch eine „Gedankenautobahn” (siehe Teil 1), die ich umleiten möchte. Und deshalb ist eins meiner Wochenziele in Goalify, <strong>mindestens 3-mal aufzuräumen</strong>. Egal, was es ist: eine Pfanne abzuspülen, meinen Bücherstapel zu sortieren oder die liegengebliebene Post, irgendwelche Tassen, Zeitschriften und sonstige Gegenstände vom Couchtisch zu verbannen oder Wäsche zu waschen. Das sind alles kleine Dinge, die einzeln maximal 10 Minuten dauern (manchmal auch nur eine halbe), aber in der Summe einen großen Unterschied machen!</p>



<p class="has-text-align-center has-neve-link-color-background-color has-text-color has-background" style="color:#ffffff">Zweites To-Do für mich: Überlegen, inwiefern ich diese Aufgabe ausweiten könnte. Vielleicht 5-mal pro Woche? Ich will mich ja langsam rantasten <img alt="😉" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" consent-original-src-_="https://s.w.org/images/core/emoji/16.0.1/72x72/1f609.png" consent-required="902" consent-by="services" consent-id="903"/></p>



<p>Der <strong>Klamottenhaufen</strong> im Bad hat übrigens seine ganz eigene Aufgabe bekommen: der soll einmal pro Woche aufgeräumt werden.</p>



<p>Mindestens <strong>einmal pro Woche</strong> soll außerdem die Wohnung <strong>gesaugt</strong> werden (i.d.R. machen wir das mittlerweile sogar öfter, oder besser gesagt: Wir lassen es machen. Von unserem Saugroboter. Super Investition, kann ich nur empfehlen!).</p>



<p>Das <strong>Einkaufen</strong> gehört zu den Aufgaben, für die ich mir ein Limit gesetzt habe: statt (fast) jeden Tag „mal eben schnell” einkaufen zu gehen, soll das jetzt noch maximal 3-mal pro Woche geschehen &#8211; spart Zeit und Geld und Nerven! <img alt="😉" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" consent-original-src-_="https://s.w.org/images/core/emoji/16.0.1/72x72/1f609.png" consent-required="902" consent-by="services" consent-id="903"/></p>



<p>Was dabei enorm hilft, ist die gute alte <strong>Einkaufsliste</strong>. Die spart nämlich auch Zeit, Geld und Nerven. Da wir zu zweit zusammenleben, ist es für uns sinnvoll, auch die Einkaufsliste zusammen zu führen und gemeinsam Verantwortung dafür zu übernehmen. Dafür nutzen wir die App Wunderlist bzw. mittlerweile <strong><a rel="noreferrer noopener" href="https://todo.microsoft.com/tasks/de-de/" target="_blank">Microsoft To Do</a></strong><sup>7</sup> (von der Wunderlist mittlerweile übernommen wurde). So können wir bei Bedarf jederzeit die Liste ergänzen.</p>



<p>Außerdem versuchen wir, zumindest einen groben <strong>Essensplan </strong>zu überlegen, auf dem logischerweise dann auch die Einkaufsliste aufbaut.</p>



<p>Und schließlich ist in Goalify auch vermerkt, dass ich bitte <strong>mindestens 4-mal pro Woche meine Pflanzen gieße. </strong>Die sollen mir ja möglichst lange erhalten bleiben <img alt="🙂" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" consent-original-src-_="https://s.w.org/images/core/emoji/16.0.1/72x72/1f642.png" consent-required="902" consent-by="services" consent-id="903"/> und von selbst denke ich da oft nicht dran.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Gesundheit &#8211; körperlich und mental</strong></h2>



<p>Im Bereich <strong>körperliche Gesundheit </strong>habe ich nur zwei wöchentliche Aufgaben definiert:</p>



<ol class="wp-block-list">
<li><strong>mindestens 3-mal pro Woche</strong> eine <strong>Wechseldusche</strong> nehmen bzw. am Ende einmal kalt abduschen, um das Immunsystem zu stärken und</li>



<li><strong>mindestens 4-mal pro Woche</strong> <strong>Yoga</strong> machen (weil der Vorsatz „jeden Tag” zu viel Druck ausgelöst hat) &#8211; und wenn es nur 10 Minuten sind, Hauptsache, ich bleibe in Bewegung. Ich bin einfach nicht der Typ dafür, jeden Dienstag um 18 Uhr einen Yoga-Kurs zu machen, weil ich dann eben ausgerechnet dienstags um 18 Uhr so gar keine Lust auf Yoga habe. Darum liebe ich die zahlreichen Online-Angebote. Ich nutze schon seit Jahren das Online-Yogastudio <strong><a rel="noreferrer noopener" href="https://www.perfectyoga.de/" target="_blank">PerfectYoga</a></strong><sup>8</sup> und bin seit einiger Zeit Fan von <strong>Mady Morrisons</strong> Yoga-Sessions, Wochenpläne und Challenges bei <a rel="noreferrer noopener" href="https://www.youtube.com/c/MadyMorrison/featured" target="_blank">YouTube</a><sup>9</sup>. Dazu möchte ich aber sagen, dass ich bereits ein paar Präsenz-Yogakurse (so mit echter Trainerin vor Ort im Fitnessstudio <img alt="😉" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" consent-original-src-_="https://s.w.org/images/core/emoji/16.0.1/72x72/1f609.png" consent-required="902" consent-by="services" consent-id="903"/> ) mitgemacht hatte, bevor ich auf Online umgestiegen bin. Bitte vorsichtig sein, denn auch beim Yoga kann man was „kaputtmachen”, wenn man Haltungen falsch ausführt. Prinzipiell gilt: Wenn sich eine Haltung nicht gut anfühlt, bitte lassen (und zu einem späteren, fitteren Zeitpunkt nochmal probieren) &#8211; so mache ich das jedenfalls.</li>
</ol>



<p>Im Bereich <strong>geistige Gesundheit </strong>gibt es dann schon wieder ein paar wöchentliche Aufgaben mehr:</p>



<p><strong>Mindestens 5-mal pro Woche Tagebuch schreiben</strong>: Das hilft mir, meine Gedanken zu sortieren, weniger zu grübeln und dafür klarer und gelassener zu sein. Die letzten 5 Monate habe ich das <strong><a rel="noreferrer noopener" href="https://urbestself.de/products/das-6-minuten-tagebuch" target="_blank">6-Minuten-Tagebuch</a></strong><sup>10</sup> verwendet, in dem man morgens und abends je 3 kleine Fragen beantwortet. Die Fragen helfen dabei, den Fokus auf das Positive zu lenken. Ich finde, das 6-Minuten-Tagebuch eignet sich super für „Einsteiger” und um mit wenig Zeiteinsatz die positiven Effekte des „Journaling” zu erlangen. Ich bin mittlerweile dazu übergegangen, einfach ein normales Notizbuch zu verwenden und die Fragen immer mal wieder ein bisschen zu variieren oder auch mal wieder frei zu schreiben, einfach die Gedanken rauszulassen. Das dauert zwar länger als die 6 Minuten, fühlt sich für mich aber mittlerweile noch freier und leichter an &#8211; kein Druck, keine Vorgaben <img alt="🙂" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" consent-original-src-_="https://s.w.org/images/core/emoji/16.0.1/72x72/1f642.png" consent-required="902" consent-by="services" consent-id="903"/></p>



<p>Für Anregungen zum Thema Journaling empfehle ich an dieser Stelle nochmals Maxine Schiffmann, die sowohl auf Instagram, als auch in ihrem Podcast und auf ihrem Blog viele Tipps und Ideen dazu teilt.</p>



<p>Aus dem gleichen Grund &#8211; Leichtigkeit und Freude statt Druck &#8211; ist das Ziel genau so formuliert. Ideal ist es für mich, das Tagebuch jeden Tag zu nutzen. Doch wenn ich es dann mal an einem Tag nicht schaffe, würde das direkt als Scheitern verbucht werden &#8211; in Goalify und damit auch in meiner Wahrnehmung. Das baut wieder Druck auf und genau das möchte ich ja vermeiden. Indem ich mir selbst „vorgebe”, nur 5-mal pro Woche Tagebuch zu schreiben, erlaube ich mir, es auch mal nicht zu machen. Und, noch viel wichtiger, sorge regelmäßig für Erfolgserlebnisse, indem ich das Ziel erfülle oder sogar über-erfülle <img alt="🙂" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" consent-original-src-_="https://s.w.org/images/core/emoji/16.0.1/72x72/1f642.png" consent-required="902" consent-by="services" consent-id="903"/></p>



<p><em>Je mehr grün markierte, „abgehakte” Ziele ich abends oder am Ende der Woche in der App sehe, desto stolzer bin ich auf mich und desto größer ist die Freude und Motivation, weiterzumachen &#8211; also sorge ich dafür! Indem ich die Ziele für mich nicht zu hoch, aber auch nicht zu niedrig setze und sie ggf. anpasse.</em></p>



<p>Was für mich ebenfalls zur geistigen Gesundheit gehört: Für’s <strong>Fernsehen</strong> habe ich mir ein Limit gesetzt, nämlich <strong>maximal 1000 Minuten pro Woche</strong>. Das entspricht etwas weniger als 2,5 Stunden pro Tag. Meistens bleibe ich weit darunter; in Wochen, in denen ich viel fernsehe, waren es bisher maximal 850 Minuten = ca. 2 Stunden pro Tag. Irgendwie immer noch viel, oder? Und dabei liege ich damit weit unter dem Durchschnitt: „Laut der Arbeitsgemeinschaft Fernsehforschung (AGF) belief sich die durchschnittliche Fernsehdauer pro Tag im Jahr 2019 auf 211 Minuten.” (Quelle: <a rel="noreferrer noopener" href="https://de.statista.com/themen/88/fernsehen/" target="_blank">Statista</a><sup>11</sup>) Sprich: gute dreieinhalb Stunden. Da muss man sich ja nicht wundern, wenn man „keine Zeit” für Sport, zum Kochen, für Ehrenämter mehr hat. Nicht falsch verstehen: Ich fasse mir da gerne an die eigene Nase. Es ist halt auch zu schön, vom Sofa aus, ohne irgendetwas aktiv tun zu müssen, tolle Dinge zu erleben. Dass aber der Geist dabei sehr wohl aktiv ist, das vergessen wir dabei gerne. Ich jedenfalls merke mittlerweile richtig, dass auch Fernsehen anstrengend sein kann. Wie so oft kommt es einfach auf die Dosis an.</p>



<p>Eine Sache, die dafür in den letzten Jahren ziemlich auf der Strecke blieb, war das <strong>Lesen</strong>. Dabei war ich schon immer ein richtiger Bücherwurm. Aber nochmal: Wenn ich mir überlege, wie viel Zeit ich mit Fernsehen verbracht habe, ist es kein Wunder, dass mir für’s Lesen keine mehr blieb. Nun ist es also mein Ziel, dieser Leidenschaft wieder regelmäßig nachzugehen. Und zwar <strong>mindestens 120 Minuten pro Woche</strong> &#8211; was weniger als 20 Minuten am Tag entspricht. Machbar, oder? Ich gebe zu, dass mir das Lesen manchmal trotzdem zu anstrengend ist. Darum zähle manchmal auch Hörbücher dazu <img alt="😉" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" consent-original-src-_="https://s.w.org/images/core/emoji/16.0.1/72x72/1f609.png" consent-required="902" consent-by="services" consent-id="903"/> Das heißt, auch dieses Ziel passe ich immer wieder nach Wochen- und Tagesform so an, wie es für mich passt. Schließlich mache ich das Ganze ja für mich und muss mich nirgendwo sonst für irgendwas rechtfertigen <img alt="🙂" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" consent-original-src-_="https://s.w.org/images/core/emoji/16.0.1/72x72/1f642.png" consent-required="902" consent-by="services" consent-id="903"/></p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Fazit</strong></h2>



<p>Ich wiederhole mich hier, aber das ist mir so wichtig, dass ich es am Ende nochmal anmerken möchte:</p>



<p><strong>Ziel „guter” Gewohnheiten ist es, sich gut zu fühlen. Das Leben selbst zu gestalten. Und das darf Spaß machen</strong> <img alt="😉" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" consent-original-src-_="https://s.w.org/images/core/emoji/16.0.1/72x72/1f609.png" consent-required="902" consent-by="services" consent-id="903"/> Es kommt also auf die Balance an &#8211; die Ziele sollten nicht zu niedrig gesteckt sein, sonst bewegt sich eher wenig. Aber steck sie dir auch nicht zu hoch, denn sie sollen ja motivieren und dir nicht das Gefühl geben, ein*e Versager*in zu sein. Also trau dich ruhig, sie immer mal wieder zu hinterfragen und anzupassen, sodass sie (wieder) für dich passen.</p>



<p>Im nächsten Teil dieser kleinen „Gewohnheiten-Reihe” schreibe ich über meine <em>täglichen</em> Routinen. Auch da wirst du sehen: Ich redigiere sie immer mal wieder, nehme neue Gewohnheiten mit rein und schmeiße andere raus, die sich nicht mehr gut anfühlen. Denn nur, weil in einem schlauen Ratgeber oder Blogartikel steht, dass etwas gut sein soll, muss sich das für mich (oder dich) nicht als die ultimative Wahrheit erweisen <img alt="😉" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" consent-original-src-_="https://s.w.org/images/core/emoji/16.0.1/72x72/1f609.png" consent-required="902" consent-by="services" consent-id="903"/></p>



<p><strong>Wie handhabst du das? Planst du deine Wochen, Monate, Jahre? Hast du weitere Tipps und Tricks auf Lager? Was brauchst du, um (neue) Gewohnheiten zu etablieren?</strong> Schreib mir gerne einen Kommentar und/oder schau auf meinem <a href="https://www.instagram.com/wunderland_coaching/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Instagram-Kanal</a> vorbei <img alt="🙂" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" consent-original-src-_="https://s.w.org/images/core/emoji/16.0.1/72x72/1f642.png" consent-required="902" consent-by="services" consent-id="903"/> Ich freu mich, von dir zu hören!</p>



<p></p>



<h2 class="wp-block-heading">Quellen und Empfehlungen</h2>



<p class="has-neve-link-color-background-color has-text-color has-background" style="color:#ffffff"><sup><mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0);color:#e4a037" class="has-inline-color">1</mark> </sup>Buchtipp: Gary Keller &#8211; The One Thing, erhältlich u.a. unter <a rel="noreferrer noopener" href="https://www.genialokal.de/Produkt/Gary-Keller-Jay-Papasan/The-One-Thing_lid_32844289.html" target="_blank"><mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0)" class="has-inline-color has-neve-link-hover-color-color">https://www.genialokal.de/Produkt/Gary-Keller-Jay-Papasan/The-One-Thing_lid_32844289.html</mark></a><br><sup><mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0);color:#e4a037" class="has-inline-color">2</mark></sup> App: Goalify, <a rel="noreferrer noopener" href="https://www.goalifyapp.com" target="_blank"><mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0)" class="has-inline-color has-neve-link-hover-color-color">https://www.goalifyapp.com</mark></a><br><br><mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0);color:#e4a037" class="has-inline-color"><strong>Maxine Schiffmann</strong><br></mark><sup><mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0);color:#e4a037" class="has-inline-color">3</mark></sup> Website: <a rel="noreferrer noopener" href="https://maxineschiffmann.de" target="_blank"><mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0)" class="has-inline-color has-neve-link-hover-color-color">https://maxineschiffmann.de</mark></a><br><sup><mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0);color:#e4a037" class="has-inline-color">4</mark><mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0);color:#f09a7a;" class="has-inline-color"> </mark></sup>Podcast: <a rel="noreferrer noopener" href="https://maxineschiffmann.de/podcast/" target="_blank"><mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0)" class="has-inline-color has-neve-link-hover-color-color">https://maxineschiffmann.de/podcast</mark>/</a><br><sup><mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0);color:#e4a037" class="has-inline-color">5</mark></sup> Monats-Journaling-Vorlage: <a rel="noreferrer noopener" href="https://www.instagram.com/p/CFweCtFKjaJ/?utm_source=ig_web_copy_link" target="_blank"><mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0)" class="has-inline-color has-neve-link-hover-color-color">https://www.instagram.com/p/CFweCtFKjaJ/?utm_source=ig_web_copy_link</mark></a><br><sup><mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0);color:#e4a037" class="has-inline-color">6</mark></sup> Podcast-Folge „Wochen-Reflexion”: <a rel="noreferrer noopener" href="https://podcasts.apple.com/de/podcast/wochen-reflexion-klar-fokussiert-in-die-neue-woche-starten/id1303183209?i=1000474177486" target="_blank"><mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0)" class="has-inline-color has-neve-link-hover-color-color">https://podcasts.apple.com/de/podcast/wochen-reflexion-klar-fokussiert-in-die-neue-woche-starten/id1303183209?i=1000474177486</mark></a><br><br><mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0);color:#e4a037" class="has-inline-color"><strong>App</strong><br><sup>7</sup> </mark>Microsoft To Do: <a rel="noreferrer noopener" href="https://todo.microsoft.com/tasks/de-de/" target="_blank"><mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0)" class="has-inline-color has-neve-link-hover-color-color">https://todo.microsoft.com/tasks/de-de/</mark></a><br><br><mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0);color:#e4a037" class="has-inline-color"><strong>Online-Yoga</strong><br><sup>8</sup></mark> Online-Studio PerfectYoga: <a rel="noreferrer noopener" href="https://www.perfectyoga.de/" target="_blank"><mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0)" class="has-inline-color has-neve-link-hover-color-color">https://www.perfectyoga.de/</mark></a><br><mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0);color:#e4a037" class="has-inline-color"><sup>9</sup> </mark>Mady Morrison bei YouTube: <a rel="noreferrer noopener" href="https://www.youtube.com/c/MadyMorrison/featured" target="_blank"><mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0)" class="has-inline-color has-neve-link-hover-color-color">https://www.youtube.com/c/MadyMorrison/featured</mark></a><br><br><mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0);color:#e4a037" class="has-inline-color"><strong>Tagebuch</strong><br><sub><sup>10</sup></sub></mark> 6 Minuten Tagebuch: <a rel="noreferrer noopener" href="https://urbestself.de/products/das-6-minuten-tagebuch" target="_blank"><mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0)" class="has-inline-color has-neve-link-hover-color-color">https://urbestself.de/products/das-6-minuten-tagebuch</mark></a><br><br><mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0);color:#e4a037" class="has-inline-color"><sup>11</sup> </mark>Statistiken zum Fernsehen in Deutschland: <a rel="noreferrer noopener" href="https://de.statista.com/themen/88/fernsehen/" target="_blank"><mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0)" class="has-inline-color has-neve-link-hover-color-color">https://de.statista.com/themen/88/fernsehen/</mark></a></p>
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		<title>Urlaub alleine? Ja, bitte! &#8211; Teil 2</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Marie-Elisabeth Hirsch]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 19 Sep 2020 10:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[persönliche Weiterentwicklung]]></category>
		<category><![CDATA[Abgrenzung]]></category>
		<category><![CDATA[Alleine]]></category>
		<category><![CDATA[Auszeit]]></category>
		<category><![CDATA[Bedürfnisse]]></category>
		<category><![CDATA[Entspannung]]></category>
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		<category><![CDATA[Stille]]></category>
		<category><![CDATA[Stress]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Im August war ich – zum ersten Mal in dieser Form – ganz alleine im Urlaub. Welche Gedanken und Zweifel mich vor dem Urlaub so beschäftigt haben und wieso die Anreise sich etwas holprig gestaltet hat, liest du in Teil 1. In Teil 2 geht es um die letzte Etappe meiner Anreise und vor allem&#8230;&#160;<a href="https://wunderland-coaching.de/urlaub-alleine-ja-bitte-teil-2/" rel="bookmark">Weiterlesen &#187;<span class="screen-reader-text">Urlaub alleine? Ja, bitte! &#8211; Teil 2</span></a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p>Im August war ich – zum ersten Mal in dieser Form – ganz alleine im Urlaub.</p>



<p>Welche Gedanken und Zweifel mich vor dem Urlaub so beschäftigt haben und wieso die Anreise sich etwas holprig gestaltet hat, liest du in <a href="https://wunderland-coaching.de/allgemein/urlaub-alleine-ja-bitte-teil-1-gefuhle-und-anreise/" data-type="post" data-id="58" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Teil 1</a>.</p>



<p>In Teil 2 geht es um die letzte Etappe meiner Anreise und vor allem darum, wie ich die ganze Woche alleine so erlebt habe. Dafür, dass ich gar nicht viel getan habe, gibt es nämlich doch überraschend viel zu berichten!</p>



<p>Also, wo waren wir stehen geblieben?</p>



<p>Richtig: Nach meinem abenteuerlichen Aufenthalt in Himmelreich (kaum zu glauben, was man alles erleben kann in anderthalb Stunden!) sollte es endlich weitergehen.</p>



<h2 class="wp-block-heading has-text-align-center">Land in Sicht</h2>



<p>Während ich noch kurz mit meiner Heldin des Tages redete, kam der Schienenersatzverkehr zurück und zeitgleich fuhr eine Bahn ein, die dann auch wieder wie gewohnt weiterfahren sollte. Ich entschied mich für die Bahn, um einfach gemütlich sitzen bleiben zu können &#8211; denn was würde schon ein bisschen mehr Verspätung ausmachen?</p>



<p>Also setzte ich mich erleichtert auf einen freien Platz und kramte direkt wieder meine Kopfhörer raus, um den Trubel um mich herum etwas abzudämpfen.</p>



<p>Leider vollbringen auch Noise Canceling-Kopfhörer keine Wunder und ich bekomme immer noch das meiste drumherum mit. In diesem Fall war das aber gar nicht so schlimm &#8211; was um mich los war, hatte was von Real Life-Satire&#8230; Ständig stiegen Leute ein, suchten hektisch nach einem Platz, um kurz darauf wieder überstürzt rauszuhechten, nachdem die Bahnangestellten durchs Abteil gelaufen waren und nochmal laut und deutlich verkündet hatten, in welche Richtung diese Bahn fahren sollte. Das machten sie ein paar Mal, und jedes Mal wiederholte sich das Schauspiel.</p>



<p>Ja, irgendwie fies, sich darüber lustig zu machen&#8230; eigentlich zeigt das einfach nur ganz gut, was bei Stress und Überforderung passieren kann: <strong>Wir verlieren den Kopf, handeln unüberlegt und überstürzt und übersehen wichtige Details</strong> &#8211; wie zum Beispiel die Information, dass diese Bahn Richtung Seebrugg fahren sollte, nicht Richtung Freiburg. Stand ja auch nur fett am Bahnsteig, an jedem Einstieg der Bahn und in jedem Abteil auf der Anzeige, kann man schon mal übersehen <img alt="😉" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" consent-original-src-_="https://s.w.org/images/core/emoji/16.0.1/72x72/1f609.png" consent-required="902" consent-by="services" consent-id="903"/> Ich fand&#8217;s jedenfalls schon ein bisschen lustig.</p>



<p>Wir standen noch eine Weile am Bahnhof in Himmelreich, bevor es endlich losging. Hätte man sich jetzt auch wieder drüber aufregen können, aber ich war ehrlich gesagt schon ganz zufrieden damit, im Trockenen auf einem bequemen Sitz zu sitzen und sicher zu sein, dass ich schon irgendwann heute noch am Ziel ankommen würde.</p>



<p>Und das tat ich &#8211; und zwar pünktlich zum Abendessen. Nachdem ich am Zielbahnhof angekommen war, wurde ich nämlich nach kurzer Wartezeit im Warmen in mein Hotel gefahren, das in einem idyllischen kleinen Ort eine Viertelstunde vom nächsten Bahnhof entfernt lag (bei sowas kommen glatt Heimatgefühle bei mir auf).</p>



<h2 class="wp-block-heading has-text-align-center">Angekommen</h2>



<p>Ich war jedenfalls heilfroh, endlich da zu sein. Zog erstmal meine klamme Regenjacke aus und gönnte mir eine wohltuende warme Dusche, bevor ich zum Abendessen ging.</p>



<p>Ich wurde zu meinem Tisch geführt &#8211; ein kleiner Tisch für mich alleine, der quasi mitten im Raum stand. Also gut. Die einzige Alleinreisende war ich nicht, zwei weitere Tische waren auch mit nur einer Person besetzt, die anderen beide mit Paaren. Der Genuss konnte jedenfalls losgehen <img alt="🙂" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" consent-original-src-_="https://s.w.org/images/core/emoji/16.0.1/72x72/1f642.png" consent-required="902" consent-by="services" consent-id="903"/></p>



<p>Ein Blick in die Karte erstaunte mich als Pälzer Mäd dann etwas: Beim Wein hatte ich die Wahl zwischen 0,1 Liter (was ist das denn überhaupt für eine Maßeinheit?!) für 3,50€, 0,2 Litern für um die 7€ und einer Flasche für weiß nicht wie viel. Puh! Im Nachhinein wurde mir zwar auch schon gesagt, dass das einigermaßen normale Preise seien, aber ganz ehrlich: nicht da, wo ich herkomme <img alt="😀" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" consent-original-src-_="https://s.w.org/images/core/emoji/16.0.1/72x72/1f600.png" consent-required="902" consent-by="services" consent-id="903"/></p>



<p>Ich gönnte mir zur Feier des Tages und der überstandenen Reise dann aber doch ein kleines Gläschen und läutete damit den Urlaub ein. Für meine Trinkgewohnheiten absolut ausreichend. Und nach dem Tag sowieso <img alt="😉" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" consent-original-src-_="https://s.w.org/images/core/emoji/16.0.1/72x72/1f609.png" consent-required="902" consent-by="services" consent-id="903"/></p>



<p>Das Essen war super lecker. Ich hatte für die ganze Woche das basisch-vegetarische &#8222;Vitalmenü&#8220; bestellt. Bei der Buchung hatte ich außerdem die Option &#8222;vegane Verpflegung&#8220; angekreuzt, um mich inspirieren zu lassen. Denn ja, veganes Essen kann verdammt lecker sein, wenn man es richtig macht, und nein, es braucht kein Fleisch, um groß und stark zu werden <img alt="😉" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" consent-original-src-_="https://s.w.org/images/core/emoji/16.0.1/72x72/1f609.png" consent-required="902" consent-by="services" consent-id="903"/><br><em>(Disclaimer: Ich ernähre mich nicht vegan, nicht mal rein vegetarisch. Ich esse ab und zu noch Fleisch, phasenweise mehr, phasenweise auch gar keins. Ich mache das intuitiv, merke aber grundsätzlich, dass es mir nach den &#8222;gängigen&#8220; Fleischgerichten gar nicht mal so gut geht. Von ethischen und Umweltaspekten mal ganz abgesehen, aber das soll nicht Thema dieses Artikels werden.)</em></p>



<p>An sich fühlte ich mich ganz wohl an meinem kleinen Tischchen. Seltsam wurde es erst, als die Gäste, die in meinem Blickfeld saßen, sich verabschiedeten und alle Gespräche nur noch hinter meinem Rücken stattfanden. Hätte ich mich umgesetzt, hätte ich die Tür im Rücken gehabt &#8211; auch nicht besser. <strong>Also hieß es aushalten und meine unangenehmen Gefühle da sein lassen.</strong></p>



<p>Nach dem Abendessen ging ich mit meinem Abendtee auf mein Zimmer und schlief nach dem Tagebuchschreiben und pappsatt, wie ich war, schnell ein.</p>



<h2 class="wp-block-heading has-text-align-center">Eine Woche ganz für mich</h2>



<p>In den Montagmorgen startete ich mit Pilates, wofür ich mich am Abend zuvor noch angemeldet hatte. Danach gab es ein leckeres, fast-veganes Frühstück (Obstteller, Birchermüsli, Avocado, grüner Tee und O-Saft) und gestärkt machte ich mich auf, um einige organisatorische Fragen zu klären.</p>



<p>Nur weil ich mich am Abend zuvor damit abgefunden hatte, musste ich ja jetzt nicht die ganze Woche an einem Tisch sitzen, an dem ich mich nicht wirklich wohlfühlte. Also bat ich darum, einen anderen Tisch zugewiesen zu bekommen &#8211; und siehe da: alles gar kein Problem. <strong>Manchmal muss man einfach nur fragen, um zu bekommen, was man will.</strong></p>



<p>Außerdem hatte ich eine Massage gebucht und festgestellt, dass zum geplanten Zeitpunkt eine Wanderung stattfinden sollte, die ich gerne mitmachen wollte. Also fragte ich auch diesbezüglich einfach mal nach und bekam einen Termin noch am selben Mittag <img alt="🙂" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" consent-original-src-_="https://s.w.org/images/core/emoji/16.0.1/72x72/1f642.png" consent-required="902" consent-by="services" consent-id="903"/> es fügte sich alles mal wieder zu meinen Gunsten, hatte ich das Gefühl. Doch auch hier: Warum? &#8211; Weil ich nachgefragt habe!</p>



<h2 class="wp-block-heading has-text-align-center">Pure Entspannung</h2>



<p>So ziemlich direkt von der Rezeption konnte ich schon zur Massage aufbrechen: einer Ayurveda-Massage mit Stirnguss. Ich hatte schon so viel Gutes über die entspannende Wirkung eines Stirngusses gehört, dass ich das unbedingt ausprobieren wollte.</p>



<p>Was mir vorher nicht bewusst war: Die klassische ayurvedische Massage ist sehr sanft. Ich bin ja sonst ein Fan von kräftigen Massagen &#8211; soll ja auch was bringen! Bei der Abhyanga wird man hauptsächlich mit warmem Öl eingeölt und die Meridiane durch Streichen aktiviert. Ich hatte zwischendurch ein paar Mal den Impuls, den Masseur zu bitten, doch etwas kräftiger zu massieren, bzw. habe immer darauf gehofft, dass es bald mal &#8222;richtig&#8220; losgehen würde. <strong>Nach einer Weile habe ich mich aber einfach hingegeben </strong>und darauf vertraut, dass er schon wusste, was er tat. Nach 40 Minuten Massage waren 15 Minuten Stirnguss angesagt, wobei warmes Sesamöl immer wieder über die Stirn gegossen wird und Richtung Kopfkrone und dann auch die Haare entlang rinnt.</p>



<p>Und das war tatsächlich sehr, sehr, sehr entspannend. Man sagt, der Stirnguss tut vor allem sehr kopflastigen Menschen gut, deren Gedanken immer am Rennen sind. Wer mich kennt, weiß: zu diesen Menschen gehöre ich sowas von definitiv dazu!</p>



<p>Nach der Stunde Anwendungsdauer war ich tiefenentspannt und sogar Schultern und Nacken, die vorher total verspannt waren, taten nicht mehr weh. <strong>Einen besseren Start für meine Urlaubswoche hätte ich mir gar nicht vorstellen können!</strong></p>



<p>Nach der Massage duschte ich das ganze Öl ab (bei den Haaren hatte ich keine Chance, da hat es ca. 4 Wäschen über zwei Tage verteilt gebraucht <img alt="😀" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" consent-original-src-_="https://s.w.org/images/core/emoji/16.0.1/72x72/1f600.png" consent-required="902" consent-by="services" consent-id="903"/> ) und machte mich auf in den Ruhebereich. Den hatte ich fast den ganzen Nachmittag für mich und verbrachte meine Zeit mit Lesen, Meditieren, Nachdenken, Tagträumen und gelegentlichem Wegdösen. <strong>Genau so hatte ich mir das vorgestellt <img alt="🙂" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" consent-original-src-_="https://s.w.org/images/core/emoji/16.0.1/72x72/1f642.png" consent-required="902" consent-by="services" consent-id="903"/></strong></p>



<p>Am Nachmittag gönnte ich mir ein Stück Kuchen und einen Kaffee, dann ging es zurück in den Ruhebereich &#8211; diesmal einen anderen &#8211; und die Nicht-Aktivitäten von zuvor wurden fortgeführt. Das Abendessen war wieder himmlisch, vor allem das Schokosorbet! <img alt="🤤" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" consent-original-src-_="https://s.w.org/images/core/emoji/16.0.1/72x72/1f924.png" consent-required="902" consent-by="services" consent-id="903"/></p>



<p>Den restlichen Abend nutzte ich für eine Monatsreflexion in meinem Tagebuch. Der August hatte gerade begonnen, und es hat sich in den letzten Monaten für mich bewährt, zum Ende eines Monats auf meine Glücksmomente und Verbesserungspotentiale zurückzuschauen und einen Fokus für den neuen Monat zu setzen. Danach war ich wieder mal richtig erfüllt und voller Vorfreude auf einen wundervollen Monat August, angefangen mit einem wunderschönen Urlaub.</p>



<h2 class="wp-block-heading has-text-align-center">Same, same, but different</h2>



<p>Am zweiten Tag wiederholten sich meine Aktivitäten so ungefähr, bis auf die Massage (leider <img alt="🙁" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" consent-original-src-_="https://s.w.org/images/core/emoji/16.0.1/72x72/1f641.png" consent-required="902" consent-by="services" consent-id="903"/> ).</p>



<p>Dienstagmorgens ging es wieder zu einem Kurs. Da ich ja das meiste aus meinem Urlaub rausholen, <em>nichts verpassen</em> wollte und die meisten Kurse nach was für mich klangen, hatte ich mich nämlich für so einige angemeldet&#8230; Eine fragwürdige Entscheidung, doch für den Moment schien das eine gute Idee.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large is-resized"><img data-recalc-dims="1" width="1200" decoding="async" src="https://i0.wp.com/wunderland-coaching.de/wp-content/uploads/2020/09/img_20200803_112444_0-e1600455186250.jpg?fit=1200%2C300&#038;ssl=1" alt="Für einen &quot;Urlaub alleine&quot; habe ich mir doch ganz schön viel vorgenommen: Das Bild zeigt die Übersicht über das Aktiv-Programm des Hotels und ich hatte die Hälfte der Aktivitäten angekreuzt..." class="wp-image-183" style="height:300px" height="300"/><figcaption class="wp-element-caption">So sah mein Aktivprogramm schließlich aus: Für alle angekreuzten Kurse hatte ich mich angemeldet.</figcaption></figure></div>


<p>Nach dem Kurs ging es wieder zum Frühstück und anschließend direkt in den Ruhebereich: Lesen, Meditieren, Nachdenken, Tagträumen. Am Nachmittag gab&#8217;s Kuchen und Kaffee und danach setzte ich mich mit meiner Urlaubslektüre &#8211; &#8222;Das Kind in dir muss Heimat finden&#8220; von Stefanie Stahl samt passendem Arbeitsbuch &#8211; in die Lounge, bevor es zum Abendessen ging. Diesmal hatte ich so einen Hunger, dass ich vom Hauptgang sogar noch einen Nachschlag bestellte <img alt="😀" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" consent-original-src-_="https://s.w.org/images/core/emoji/16.0.1/72x72/1f600.png" consent-required="902" consent-by="services" consent-id="903"/></p>



<p>Danach ging ich wieder mit meinem Tee auf mein Zimmer und beschäftigte mich noch ein bisschen weiter mit meinem inneren Kind. <strong>Und ich kann euch sagen, an diesem Nachmittag und Abend hagelte es Erkenntnisse!</strong> Diese innere Arbeit kann echt anstrengend sein. Und gleichzeitig so befreiend <img alt="🙂" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" consent-original-src-_="https://s.w.org/images/core/emoji/16.0.1/72x72/1f642.png" consent-required="902" consent-by="services" consent-id="903"/> Jedenfalls schlief ich auch an diesem Abend schnell und glücklich ein.</p>



<h2 class="wp-block-heading has-text-align-center">Wissen vs. Handeln</h2>



<p>Am Mittwochmorgen stand Yoga auf dem Plan, wofür ich mich natürlich auch angemeldet hatte.<br>Dafür gab es beim Frühstück eine Neuerung: Am Tag zuvor hatte eine Dame am Nachbartisch berichtet, dass sie ihren Basen-Frühstücksbrei abbestellt hatte (in dem Hotel gibt&#8217;s nämlich auch Basenfasten-Aufenthalte). Für einige sicher nachvollziehbar, berichtete sie, dass sie sich beim Breiessen fühlte wie ein Baby oder ein steinalter Mensch ohne Zähne, und dass sie was zum Kauen bräuchte.<br>Für mich jedoch klang warmer Frühstücksbrei traumhaft &#8211; also habe ich mir den für die ganze Woche im Voraus bestellt. Und kombiniert mit Früchten war der das perfekte Frühstück für mich! <img alt="🙂" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" consent-original-src-_="https://s.w.org/images/core/emoji/16.0.1/72x72/1f642.png" consent-required="902" consent-by="services" consent-id="903"/></p>



<p>Die Erfahrung wiederholte sich: Ich hatte ein Frühstück ganz nach meinem Geschmack bekommen, <em>weil ich danach gefragt hatte</em>. Sowas ist für mich immer wieder ein Über-meinen-Schatten-Springen. Ich will ja schließlich keinem zur Last fallen, keine Umstände machen, nicht unangenehm auffallen. Eigentlich, ganz ehrlich, am besten <em>gar nicht</em> auffallen. Nur:<strong> Wenn ich immer alles einfach so hinnehme, wie es ist, mich nicht traue, für mich einzustehen, den Mund aufzumachen, mich zu zeigen, dann darf ich mich auch nicht wundern, wenn ich mich unsichtbar fühle, unwichtig, übergangen.</strong></p>



<p>Und obwohl ich diese Erkenntnis schon mehr als einmal während meines Urlaubs gehabt hatte, handelte ich am Nachmittag doch wieder dagegen:</p>



<p>Nach einem entspannten Vormittag in Sauna und Ruhebereich und dem Nachmittagskurs (der dem Vormittags-Yoga zu etwa 95% entsprach <img alt="😀" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" consent-original-src-_="https://s.w.org/images/core/emoji/16.0.1/72x72/1f600.png" consent-required="902" consent-by="services" consent-id="903"/> ) war es wieder Zeit für Kaffee und Kuchen. Ich saß an meinem Tisch und eine Frau fragte, ob sie sich zu mir setzen dürfe. Gerne, so ein bisschen Gesellschaft zwischendurch war mir recht <img alt="🙂" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" consent-original-src-_="https://s.w.org/images/core/emoji/16.0.1/72x72/1f642.png" consent-required="902" consent-by="services" consent-id="903"/> Wir waren uns ohnehin schon mehrmals begegnet, hatten &#8222;Hallo&#8220;s und Lächeln ausgetauscht. Das Gespräch war auch im Grunde genommen nett, doch <strong>irgendwann passierte wieder, was ich so oft erlebe:</strong> Scheinbar hatte sie schnell Vertrauen zu mir gefasst und fing an, mir &#8222;ihr Leid zu klagen&#8220; und, so wie es sich für mich anfühlte, ihre Probleme bei mir abzuladen. Es gelang mir immer wieder, auf positive Themen zu sprechen zu kommen, aber es driftete immer wieder ab. Was ich hätte sagen sollen: &#8222;Tut mir leid, dass du so schwierige Zeiten erlebt hast bzw. erlebst. Ich kann und möchte mir das aber nicht weiter anhören und helfen kann ich dir sowieso nicht, bitte suche dir professionelle Hilfe.&#8220; Was ich gesagt habe: &#8222;Aha, ja, verstehe ich. Oh, du Arme. Ja, da hast du recht. Was, das hat er echt gesagt?!?&#8220;</p>



<p><strong>Abgrenzung: Fehlanzeige.</strong> Ich hoffe einfach, dass sie sich nach dem Gespräch besser gefühlt hat. Mir ging es danach jedoch eher nicht so gut. Ich war über meine Bedürfnisse hinweggegangen und fühlte mich ziemlich ausgelaugt.</p>



<blockquote class="wp-block-quote has-text-align-right is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>&#8222;Das Leben gibt dir solange dieselbe Aufgabe, bis du sie löst.&#8220;</p>
<cite>Aus Folge #103 des Podcasts &#8222;happy, holy &amp; confident&#8220; von Laura Malina Seiler</cite></blockquote>



<p>Also legte ich mich vor dem Abendessen noch ein wenig in Stille in die Salzgrotte und meditierte.</p>



<p>Und nach dem Abendessen gab&#8217;s dann ein bisschen Ablenkung, personalisiert durch die gute Tine Wittler. Ich liebe solche Sendungen irgendwie einfach, wo aus völlig abgeranzten Häusern wieder was Schönes gemacht und im Endeffekt ja auch Menschen geholfen wird. Über die Aufmachung seitens der einschlägigen Fernsehsender lässt sich sicher streiten, aber für mich darf sowas ab und an einfach auch mal sein <img alt="🙂" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" consent-original-src-_="https://s.w.org/images/core/emoji/16.0.1/72x72/1f642.png" consent-required="902" consent-by="services" consent-id="903"/></p>



<h2 class="wp-block-heading has-text-align-center">Zwischenfazit und Kurskorrektur</h2>



<p>Für Donnerstag hatte ich mich für die etwa 3-stündige Wanderung angemeldet. Schon am Abend vorher, nach dem energiezehrenden Gespräch am Nachmittag, war ich mir gar nicht mehr so sicher, ob ich da Lust drauf hatte. Mir war aufgefallen, dass ich mich angestrengt und eher angespannt fühlte, ein Druck lastete auf mir. <strong>Also fragte ich mich, ob ich mich so fühlen wollte, und die Antwort war natürlich ein klares Nein!</strong> Ich war doch in diesen Urlaub gefahren, um Zeit mit mir alleine zu verbringen, um zu reflektieren, nachzudenken, in mich zu gehen, mich mit mir selbst und meiner Intuition zu verbinden, um letztlich Klarheit zu gewinnen &#8211; darüber, was ich wirklich wollte im Leben, wie es mit mir weitergehen sollte.</p>



<p>War dafür eine Wanderung in der Gruppe das Richtige? Wohl eher weniger&#8230;</p>



<p>Also sagte ich die Wanderung und den Nachmittagskurs ab und verbachte den Tag in den verschiedenen Ruhebereichen (auch draußen) des Hotels hauptsächlich in stiller Meditation. Die Stille genoss ich in vollen Zügen, anderen Gästen (den paar, die da waren), ging ich möglichst aus dem Weg. Ich tat, was sich gut anfühlte, und am Abend ging es mir wieder viel besser. Ich hatte meinen tiefenentspannten Zustand von Montag zurückerlangt.</p>



<h2 class="wp-block-heading has-text-align-center">Waldbaden und ein Rendezvous mit meinem inneren Kind</h2>



<p>Ein wenig raus in die Natur wollte ich dann aber doch noch. Das anfangs regnerische Wetter hatte sich total gewendet, seit Mittwoch war der Himmel wunderschön klar und die Sonne schien bei angenehmen 28 Grad.</p>



<p>Da ich die Donnerstags-Wanderung abgesagt hatte, machte ich mich also freitags ganz alleine auf zu einer kleinen, etwa zweistündigen Wandertour. Ich genoss es so, von Stille und Natur umgeben zu sein, den Wald mit allen Sinnen wahrzunehmen, in meinem eigenen Tempo zu gehen und auch mal eine andere Abzweigung zu nehmen als vorgesehen, wenn ich Lust darauf hatte. <strong>Eine schöne Analogie zum Leben, nicht?</strong></p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter is-resized"><img data-recalc-dims="1" fetchpriority="high" decoding="async" src="https://i0.wp.com/wunderland-coaching.de/wp-content/uploads/2020/09/img_20200807_125337_7.jpg?resize=288%2C512&#038;ssl=1" alt="Im Wald fand ich doch noch die Stille, die ich in meinem Urlaub alleine suchte." class="wp-image-188" width="288" height="512" srcset="https://i0.wp.com/wunderland-coaching.de/wp-content/uploads/2020/09/img_20200807_125337_7-scaled.jpg?resize=576%2C1024&amp;ssl=1 576w, https://i0.wp.com/wunderland-coaching.de/wp-content/uploads/2020/09/img_20200807_125337_7-scaled.jpg?resize=169%2C300&amp;ssl=1 169w, https://i0.wp.com/wunderland-coaching.de/wp-content/uploads/2020/09/img_20200807_125337_7-scaled.jpg?resize=768%2C1366&amp;ssl=1 768w, https://i0.wp.com/wunderland-coaching.de/wp-content/uploads/2020/09/img_20200807_125337_7-scaled.jpg?resize=863%2C1536&amp;ssl=1 863w, https://i0.wp.com/wunderland-coaching.de/wp-content/uploads/2020/09/img_20200807_125337_7-scaled.jpg?resize=1151%2C2048&amp;ssl=1 1151w, https://i0.wp.com/wunderland-coaching.de/wp-content/uploads/2020/09/img_20200807_125337_7-scaled.jpg?resize=1568%2C2790&amp;ssl=1 1568w, https://i0.wp.com/wunderland-coaching.de/wp-content/uploads/2020/09/img_20200807_125337_7-scaled.jpg?w=1439&amp;ssl=1 1439w" sizes="(max-width: 288px) 100vw, 288px" /><figcaption class="wp-element-caption">Im Wald fand ich doch noch die Stille, die ich in meinem Urlaub alleine gesucht hatte.</figcaption></figure></div>


<p>Nach einem kleinen Mittagessen war ich wieder voll motiviert, mich weiter mit meinem inneren Kind zu beschäftigten, und setzte mich dafür wieder in die gemütliche Lounge. Dort unterhielt ich mich dann doch länger als gedacht mit einer super netten Hotelangestellten. Sie war mir auch schon vorher begegnet und ihre positive Ausstrahlung hatte mich neugierig gemacht. Das wurde dann ein richtig nettes Gespräch <img alt="🙂" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" consent-original-src-_="https://s.w.org/images/core/emoji/16.0.1/72x72/1f642.png" consent-required="902" consent-by="services" consent-id="903"/></p>



<h2 class="wp-block-heading has-text-align-center">Fast schon wieder Aufbruchstimmung</h2>



<p>Meinen letzten Tag startete ich wieder mit einem Kurs &#8211; Gesichtsyoga, das wollte ich unbedingt ausprobieren! &#8211; und einem leckeren Basen-Frühstück. Bei meiner neu angeeigneten &#8222;Routine&#8220; aus Saunieren und im Ruhebereich Chillen liefen mir jetzt wesentlich mehr andere Gäste über den Weg, es war sichtlich mehr los.</p>



<p>Nachmittags setzte ich mich wieder zu meiner neuen Freundin in die Lounge, diesmal aber auf die Terrasse. Ich setzte meine innere-Kind-Arbeit fort und kam dem Drang nach, ein paar Erkenntnisse mit meiner Mama zu teilen, mit der ich eine Weile telefonierte. <strong>Auch mit 30 brauche ich einfach manchmal meine Mama, und ich bin fest überzeugt, dass sich das nie ändern wird. <img alt="💕" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" consent-original-src-_="https://s.w.org/images/core/emoji/16.0.1/72x72/1f495.png" consent-required="902" consent-by="services" consent-id="903"/></strong></p>



<p>Nach dem leckeren Abendessen machte ich heute mal einen kleinen Spaziergang durchs Dorf und packte schonmal meine Sachen, bevor es ins Bett ging. Normalerweise bin ich ja mehr so die Last-Minute-Packerin, aber dieses Mal wollte ich mir den Sonntagmorgen so entspannt wie möglich gestalten und arbeitete ein wenig vor.</p>



<h2 class="wp-block-heading has-text-align-center">Zurück in die Hitze und nach Hause</h2>



<p>Für den Tag der Abreise hatte ich mich nämlich nochmal in einen Kurs eingetragen.</p>



<p>Ich packte also morgens soweit fertig, bezahlte meine Rechnung und ging dann in den Kurs. Nach dem anschließenden Frühstück wurde ich zum Bahnhof gefahren. Schon auf dem Weg merkte ich, wie es immer wärmer wurde. Für Freiburg, Karlsruhe und zu Hause waren für den Tag bis zu 38 Grad gemeldet. So richtig freute ich mich ja nicht darauf, bei den Temperaturen, auch noch mit Maske und zweimal Umsteigen, Zug zu fahren. <strong>Dafür umso mehr auf Zuhause und meinen Liebsten. <img alt="🙂" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" consent-original-src-_="https://s.w.org/images/core/emoji/16.0.1/72x72/1f642.png" consent-required="902" consent-by="services" consent-id="903"/></strong> Zur Feier des Tages haben wir übrigens Pizza bestellt.</p>



<h2 class="wp-block-heading has-text-align-center">Und was passiert mit der Entspannung im Alltag?</h2>



<p>Noch auf meiner Reise hatte ich ein Bild gesehen mit der Affirmation &#8222;<strong>Ich bin erfüllt und zufrieden.</strong>&#8220; und mir gedacht: Ja, bin ich tatsächlich. Jetzt gerade fällt mir das ziemlich leicht, so im Urlaub und ganz entspannt. Aber wie wird das wohl, wenn ich wieder zurück bin?</p>



<p>Ich muss sagen, in der ersten Woche war ich weiterhin tiefenentspannt. Ich hatte auch wieder viel mehr Freude an allem, was so anstand. Ich konnte sogar bei offenen Fenstern schlafen!! Das geht normalerweise gar nicht für mich, denn ich brauche es leise und dunkel, und das ist hier beides nie der Fall.</p>



<p>Den größten Aha-Moment hatte ich aber, als ich mittwochs, an meinem auserkorenen Haushalts-Tag, ganz entspannt und gelassen alles erledigt hatte und mich danach wunderte: &#8222;<strong>Krass, jetzt ist alles erledigt und habe noch total viel Zeit und Energie &#8211; was mache ich denn jetzt noch?!</strong>&#8222;</p>



<p>Der Effekt ließ natürlich mit der Zeit wieder nach, der Alltagstrott schlich sich wieder ein. Aber ich versuche seitdem definitiv, mich an dieses Gefühl der Gelassenheit und der Energie zu erinnern und es zu kultivieren. <strong>Denn ich habe gelernt, wie gut mir Auszeiten, Meditation und Stille tun und welche Kräfte dadurch freigesetzt werden.</strong></p>



<p>Also versuche ich, dafür zu sorgen, mich möglichst oft so zu fühlen. Und es gelingt. <strong>Mal besser und mal schlechter, aber es gelingt.</strong></p>



<h2 class="wp-block-heading has-text-align-center">Mein Fazit</h2>



<p>&#8230;lautet: Urlaub alleine? Ja, bitte. Immer wieder gerne. Mir gibt die Zeit alleine sehr viel Kraft. Das ist sicher nicht für jede*n so, aber falls es dir da ähnlich geht wie mir: Versuche unbedingt, dir solche Inseln zu schaffen. <strong>Du bist es wert! </strong>Muss auch nicht immer gleich eine Woche sein <img alt="😉" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" consent-original-src-_="https://s.w.org/images/core/emoji/16.0.1/72x72/1f609.png" consent-required="902" consent-by="services" consent-id="903"/></p>
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