Verstand vs. Intuition

Oder: Warum es hier in letzter Zeit so still war

Hallo du wundervoller Mensch,
wie schön, dass du (wieder) hierher gefunden hast!

Bei „Eli im Wunderland“ war es in den letzten Monaten ziemlich still und in diesem Artikel möchte ich einfach mal ein wenig teilen, woran das lag.

Dieser Blog ist mir ein wahres Herzensanliegen. Ich möchte hier teilen, was mich gerade so beschäftigt, um dir, liebe Leserin*, lieber Leser*, neue Perspektiven zu zeigen, dich zum Nachdenken anzuregen und dir vor allem das Gefühl zu geben: Du bist nicht alleine!

All das und besonders der letzte Punkt gehören zu meinem großen Warum, man könnte sagen: zum Sinn meines Lebens.

What a ride!

Und den möchte ich nicht „nur“ hier auf dem Blog in die Welt tragen, sondern auch mit dem, was ich tagtäglich so mache – mit meiner Arbeit. Das wurde mir schon vor langer Zeit klar und hat letzten Endes dazu geführt, dass ich Anfang 2020 mein Angestelltenverhältnis verließ und mich auf eine sehr spannende Reise begab (mehr dazu u.a. hier).

Zunächst brauchte ich einfach mal eine Pause. Doch natürlich steckte mir die Frage sehr schnell im Nacken: „Wie geht’s denn nun weiter?“

Und nach einem längeren Prozess ließ ich den Gedanken zu, als Coach arbeiten und Menschen bei genau den Herausforderungen, die ich selbst bewältigt habe und immer noch bewältige, unterstützen zu wollen. Schließlich lernte ich selbst in den letzten Jahren und vor allem Monaten, dass man das alles nicht alleine schaffen muss und dass es Menschen gibt, die genau dafür da sind!

Nachdem ich also dank Psychotherapie und Auszeit wieder klarer sah und vor allem wieder wesentlich mehr Energie und Schaffenskraft hatte als noch wenige Monate zuvor, startete ich im September 2020 nicht nur diesen Blog hier, sondern auch eine Ausbildung zur ganzheitlichen Coach (und zwar hier – ich empfehle die Ausbildung super gerne weiter).

Warum ganzheitlich? Weil ich schon lange der Überzeugung bin: Es gibt nun mal nur dieses eine Leben und für mich macht es einfach keinen Sinn, z.B. Arbeit und Privatleben isoliert zu betrachten. Alles greift ineinander. Und wir sind mehr als unser physischer Körper, wir sind mehr als unser Verstand. Da gibt es einfach mehr, was uns Menschen ausmacht, das habe ich schon ganz früh gespürt. Da war es nur logisch, dass ich auch damit arbeiten möchte, mit diesem Menschenbild an Menschen herantrete.

Aber zurück zu meinem Weg und der relativen Funkstille auf dem Blog.

Zu Beginn hatte ich noch den Drive, Ausbildung und Blog parallel zu bedienen und schrieb auch einfach über die Dinge, die mir gerade so im Kopf herumgingen – genauso, wie ich es für den Blog vor hatte.

Doch dann ist irgendwann Folgendes passiert und ich bin mir sicher, dass du das aus dem einen oder anderen Bereich deines Lebens irgendwie auch kennst:

Der Verstand funkte mir dazwischen.

Mindfuck oder so

Ich bin mir nicht sicher, ob „Mindfuck“ jetzt wirklich zu 100% passt, aber für mich trifft es doch ganz gut, was da in meinem Kopf passierte.

Statt wie zu Beginn einfach meiner Freude und Intuition zu folgen, wollte ich zu verkopft rangehen, habe mich – und auch andere – gefragt: „Was wollen die Leute denn lesen?“, habe meine vielen Ideen gesammelt und versucht, in eine „sinnvolle“ Reihenfolge zu bringen.

Zunächst ja gar nicht verwerflich, ein wenig Struktur in die Sache bringen zu wollen und auch mal abzufragen, was denn andere so interessieren würde.

Aber dann machte ich einen großen Fehler: Ich ließ mich davon viel zu stark limitieren, ja sogar stressen.

Der Faktor Zeit

Das fing damit an, dass ich mir relativ schnell dachte: Es gibt jetzt jeden (mindestens jeden zweiten) Mittwoch einen neuen Artikel.

Wozu das führte? Zu einigen furchtbar stressigen Mittwochen, an denen ich auf Teufel komm raus versuchte, mir einen Artikel aus den Fingern zu saugen. Zu Unzufriedenheit und Selbstvorwürfen, wenn ich es mal wieder gar nicht oder ERST auf Donnerstag geschafft hatte.

Was lernte ich daraus? Um gute Artikel zu schreiben, muss es fließen. Ich muss dazu in der richtigen Stimmung sein. Wenn ich etwas versuche zu erzwingen, klingt es am Ende maximal okay, aber nicht so wirklich nach mir, weil es einfach nicht aus tiefstem Herzen kommt. Und dann ist es nun mal so, dass ich in meinen Artikeln gerne in die Tiefe gehe. Soll heißen, ich schreibe daran in der Regel nicht eine halbe, sondern eher so zweieinhalb Stunden, bis alles rausgeflossen ist, was raus wollte. Dann will das Ganze noch gegengelesen und eine schöne Graphik für Instagram gebastelt werden. Alles neben den anderen Dingen, die ich so treibe und bei einem generell eher niedrigen Energielevel. Einen Artikel pro Woche schaffe ich einfach nicht, und wer sagt denn überhaupt, dass ich das muss? Ich bin doch hier selbst die Chefin 🙂 Das musste mir erst mal wieder klar werden.

Seitdem mache ich mir einfach dann Notizen, wenn die Ideen eben kommen. Und das kann auch blöderweise mal nachts um 3 sein. Immerhin kann ich danach super gut schlafen. 😉

Und dann ist da die Logik

Ein weiterer Denkfehler, dem ich auflag, war: „Es wäre doch jetzt logisch, mal über meine Auszeit zu berichten. Ich weiß, dass das viele interessiert und im Februar jährt sich das Ganze, also passt das doch perfekt.“

Ja, logisch wäre es.

Nur leider führte dieser Gedanke dazu, dass ich mich auf diesen Auszeit-Artikel versteifte und
1. alle anderen Ideen, die zwischendurch kamen und mit ziemlicher Sicherheit nur so geflossen wären – wie das hier gerade -, hinten anstellte,
2. mich mit viel zu viel Druck an ebenjenen Artikel setzte und nur sehr wenig zustande brachte und
3. meine Intuition überspielte, die mir (durch Unlust, Schreibblockaden, Müdigkeit, Kopfweh allein beim Gedanken daran, diesen Artikel schreiben zu müssen und andere deutliche Signale) zu sagen versuchte, dass ich noch nicht bereit dazu bin, über meine Auszeit zu berichten. Es ist einfach noch nicht dran. Vielleicht wird es sogar niemals einen dedizierten Auszeit-Artikel geben und ich berichte einfach mal in anderen Zusammenhängen in kleinen Stücken davon. Wer weiß.

Alte Muster

Zusammengefasst kann ich zum jetzigen Zeitpunkt sagen, dass ich da ziemlich in alte Muster zurückgefallen bin, die mir jedoch nicht mehr dienlich sind: Ich habe einmal mehr zu sehr nach außen geschaut, statt auf meine Intuition zu hören.

Da habe ich mir so richtig schön selbst etwas vermiest, was mir eigentlich total viel Spaß macht! Das merke ich spätestens jetzt gerade, da ich das hier schreibe, mal wieder: Ich liebe es, hier meinen Gedanken freien Lauf zu lassen und meinen Gefühlen Ausdruck zu verleihen.

Ich habe mich in den letzten 2-3 Monaten in Bezug auf den Blog selbst zu sehr unter Druck gesetzt und versucht, es anderen – meinen Leser*innen – recht zu machen. Aber dass dich möglicherweise brennend interessieren würde, wie ich meine Auszeit erlebt habe, heißt ja noch lange nicht, dass dich alles andere nicht interessiert! Also, hoffe ich jedenfalls 😉

Wie es weitergeht

Soviel ist klar: In (meinem) Wunderland gibt’s noch so einiges zu entdecken!

Mittlerweile bin ich selbstständig als Coach und habe natürlich viel um die Ohren. ABER: Ich bin mir absolut sicher, dass ich, wenn ich mit meinen Learnings aus den letzten Monaten wieder mit der richtigen Energie herangehe, auch den Blog wieder regelmäßiger bedienen kann.

Mit Freude, Kreativität und Flow, geleitet von meiner Intuition.

Zumal die Themen hier ja oft genau die Themen für ein Coaching sind bzw. sein können! Der Blog ist eine so wundervolle Ergänzung zu meinen Coaching-Angeboten.

Fazit: Trust your intuition! ❤

(P.S.: Da lasse ich meinen Perfektionismus jetzt einfach auch mal links liegen und drücke direkt auf „Veröffentlichen“! 😁😱)


Selbstverständlich interessiert mich auch weiterhin, was du hier gerne lesen möchtest. Ich greife Fragen, Vorschläge und Ideen super gerne auf und kümmere mich darum, wenn es sich für mich gut anfühlt.

Also lass mich gerne wissen, was dich beschäftigt: Lass mir einen Kommentar da ⬇, besuche mich bei Instagram oder schreib mir eine Email.

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